Übernahme drückte Delticom im Halbjahr in die Verlustzone

Frankfurt (APA/Reuters) - Ein schwaches Sommerreifengeschäft und Verluste bei der Tochter Tirendo haben den Internet-Reifenhändler Delticom ...

Frankfurt (APA/Reuters) - Ein schwaches Sommerreifengeschäft und Verluste bei der Tochter Tirendo haben den Internet-Reifenhändler Delticom zum ersten Mal in einem Halbjahr in die roten Zahlen gedrückt. „Die Geschäftsentwicklung von Tirendo liegt auf Halbjahressicht sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis deutlich hinter der ursprünglichen Planung zurück“, erklärte das Hannoveraner Unternehmen am Donnerstag.

Den Nettoverlust von 8 Mio. Euro bei der 2013 gekauften Berliner Firma konnte Delticom mit seinem Stammgeschäft nicht ganz ausgleichen - im Konzern fiel in den ersten sechs Monaten ein Verlust von rund 200.000 Euro an. Delticom hielt zwar an seinen Prognosen für das Gesamtjahr fest, die Ziele seien aber ambitionierter geworden.

Delticom hofft nun auf einen möglichst frühen Wintereinbruch mit viel Schnee: Damit die Ziele erreicht werden könnten, dürfe die Nachfrage nach Winterreifen im Herbst nicht genauso schwach ausfallen wie im vergangenen Jahr. Damals hatten viele Autofahrer wegen des milden Wetters auf den Kauf neuer Winterreifen verzichtet. „In der zweiten Jahreshälfte wird die Entwicklung des europäischen Reifenersatzmarktes wieder zu einem guten Teil vom Winterwetter abhängen“, erklärte das Unternehmen.

Das Sommerreifengeschäft war im zweiten Quartal abgebröckelt, nachdem es zu Jahresbeginn gut angelaufen war. Insgesamt legte der Umsatz von Delticom im ersten Halbjahr um 6,5 Prozent auf 226 Mio. Euro zu. Wegen kräftig gestiegener Ausgaben für Personal und Marketing brach das operative Ergebnis (Ebitda) jedoch um fast 40 Prozent auf 6,2 Mio. Euro ein. Für das Gesamtjahr peilt Delticom weiter ein Umsatzplus von zehn Prozent und ein Ebitda auf dem Niveau des Vorjahres an.

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Die Delticom-Aktien waren mit einem Abschlag von fünf Prozent einer der größten Verlierer im Kleinwerteindex SDax.


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