Kiew schickt eigenen Hilfskonvoi, russische Laster rollen weiter

Die Lkw, die Moskau in die Ukraine schicken will, sind etwa 300 Kilometer von der Grenze entfernt. Unterdessen schickt Kiew eigene Hilfsgüter in die Ostukraine.

Die Kämpfe in der Ostukraine dauern an.
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Kiew – Die ukrainische Regierung hat die Entsendung eines eigenen Hilfskonvois zu den notleidenden Menschen in den östlichen Rebellenhochburgen angekündigt. Am späten Vormittag würden 15 Lastwagen aus drei Städten nach Lugansk und nach Donezk starten, erklärte die Präsidentschaft am Donnerstag. Das Rote Kreuz werde die 240 Tonnen Hilfsladung unter der Zivilbevölkerung vor Ort verteilen.

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Konvoi aus Kiew wird dem Roten Kreuz übergeben

Der Konvoi mit Lkw aus Kiew, Dnepropetrowsk und Charkiw (Charkow) werde in der Stadt Starobilsk knapp hundert Kilometer nördlich von Lugansk (Luhansk) anhalten und dort vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übernommen, erklärte die Präsidentschaft weiter. Die Regierung in Kiew hatte am Mittwoch beschlossen, umgerechnet 570.000 Euro für die Menschen im umkämpften Osten des Landes bereitzustellen.

Das Tauziehen um einen russischen Hilfskonvoi aus rund 280 Lastwagen mit knapp 2.000 Tonnen Hilfsgütern hielt unterdessen an. Der Konvoi war am Dienstag nahe Moskau Richtung der ukrainischen Grenze gestartet. Weil Kiew dahinter den russischen Versuch vermutet, die Separatisten zu unterstützen und eine Intervention vorzubereiten, will die Regierung die russischen Lastwagen nur unter Aufsicht des Roten Kreuzes und weiteren Auflagen ins Land lassen. Am Mittwochabend hatten die Lastwagen in Woronedsch etwa 300 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt Station gemacht.

Separatistenanführer zurückgetreten

In der Ostukraine ist Medienberichten zufolge ein weiterer Anführer der immer mehr in die Defensive geratenen prorussischen Separatisten zurückgetreten. Der Chef der Rebellen in der Hochburg Lugansk, Waleri Bolotow, habe den Schritt damit begründet, dass er seine Funktion wegen einer Verletzung nicht mehr ausfüllen könne, meldete der staatliche russische Sender Rossija 24 am Donnerstag.

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Seine Nachfolge werde der bisherige Verteidigungsminister der sogenannten Lugansker Volksrepublik, Igor Plotnizki, antreten. Vor einer Woche hatte sich bereits der Separatisten-Anführer in der Rebellenhochburg Donezk, Alexander Borodai, ablösen lassen.

In den Regionen Donezk und Lugansk (Luhansk) liefern sich die Separatisten heftige Kämpfe mit Truppen der Regierung in Kiew. Am Montag hatte das Militär erklärt, die Einnahme von Donezk stehe kurz bevor. (APA/AFP)


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