Schweizer Ponton im Bodensee gestellt

Wien/Bregenz (APA) - Die spektakuläre Rhein-Fahrt eines ausgerissenen Schweizer Pontons ist Donnerstagvormittag am Bodensee zu Ende gegangen...

Wien/Bregenz (APA) - Die spektakuläre Rhein-Fahrt eines ausgerissenen Schweizer Pontons ist Donnerstagvormittag am Bodensee zu Ende gegangen. Vorarlberger Feuerwehr und Seepolizei konnten die Arbeitsplattform in den Industriehafen Hard (Gemeinde Bregenz) schleppen, wo sie zerlegt und anschließend abtransportiert wird.

Starker Regen in der Schweiz hatte den Rhein am Mittwoch stark anschwellen lassen. Der für Bauarbeiten verwendete Ponton wurde so in der Stadt Chur losgerissen und machte sich unter anderem mit einem Bagger an Bord auf den Weg Richtung Vorarlberg.

Bei ihrer Fahrt mit rund 15 km/h Geschwindigkeit touchierte die rund 40 Tonnen schwere Plattform gleich acht Brücken, die davor sicherheitshalber gesperrt worden waren. Die drei betroffenen Übergänge in Vorarlberg wurden nur leicht beschädigt, konnten daher bald wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Begleitet wurde der Ponton während seiner Fahrt von einem Polizeihubschrauber. Aufgrund der einbrechenden Dunkelheit hatte man noch in der Schweiz von einer Brücke aus Lampen auf das Gefährt geworfen, um es weiter verfolgen zu können.

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Eigentlich hatte die Polizei schon Mittwoch spät Abend Entwarnung gegeben, dass der Ponton nun ruhiges Gewässer erreicht habe und so abgeschleppt werden könne. Allerdings war er unmittelbar vor der Rheinmündung auf Grund gelaufen, nachdem bei den Zusammenstößen mit den Brückenpfeilern zwei Kammern der Arbeitsplattform beschädigt wurden und mit Wasser vollgelaufen waren.

Erst am Donnerstagmorgen konnte das Feuerwehr-Boot „Föhn“ in die Rheinmündung fahren und den Ponton mit Leinen Richtung Bodensee ziehen, wo er in Zusammenarbeit mit einem Polizeiboot zum Industriehafen Hard geschleppt wurde.


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