Sommeruni „Graz in Space“ macht Weltraumforschung verständlich

Graz (APA) - Wie landet man auf einem Kometen, wie können Sonnenstürme vorhergesagt werden, wie ändert sich das Erdklima? Antworten auf solc...

Graz (APA) - Wie landet man auf einem Kometen, wie können Sonnenstürme vorhergesagt werden, wie ändert sich das Erdklima? Antworten auf solche Fragen erhalten interessierte Laien auf der steirischen Summerakademie „Graz in Space“. Experten der Weltraumforschung, Astronomie und Astrophysik wollen am 4. und 5. September wissenschaftliche Ergebnisse und Projekte leicht verständlich vorstellen.

Seit 2002 geben Experten des Grazer Instituts für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der Universität Graz und der Technischen Universität, des Joanneum Research und der FH Joanneum alle zwei Jahre Wissenswertes über die Weltraumforschung an Interessierte weiter. Dieses Jahr stehen u.a. die Kometenmission „Rosetta“, extremes Weltraumwetter, mögliches Leben auf Exoplaneten sowie Umweltmonitoring aus dem All im Mittelpunkt. „Graz in Space“ wendet sich in erster Linie an Maturanten, Studierende und Lehrer mit naturwissenschaftlichen Grundkenntnissen und alle am Weltraum Interessierte. Geboten werden insgesamt 25 Vorträge, alle am Institut für Physik der Uni Graz.

„Vergangene Woche hat die ESA-Raumsonde ‚Rosetta‘ mit Grazer Instrumenten an Bord ihr Ziel erreicht und wird im November erstmals auf einem Kometen landen. Die Abendveranstaltung des ersten Tages steht ganz im Zeichen dieses historischen Moments“, gibt Helmut O. Rucker, Leiter der „Summeruniversity Graz in Space“ Einblick in das Programm. Der Vortrag von Günter Kargl, Co-Investigator des Instruments MUPUS, das der In-Situ-Messung wichtiger Materialparameter an der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko dient, wird sich u.a. der Frage widmen, wie man die Raumsonde mit der Spannweite eines Verkehrsflugzeuges im Blindflug über eine Distanz von 508 Mio. Kilometern an ein unregelmäßiges Objekt in der Größe des Großglockners heranbringen und aus dessen unbekannter Oberfläche auch noch einen Lander absetzen kann.

Internationale Projekte mit österreichischer Beteiligung bilden die Eckpunkte der Vorträge, die in deutscher Sprache gehalten werden. U.a. geht es um extremes Weltraumwetter und die daraus hervorgehenden Störungen auf der Erde, Beobachtungen junger Sterne und ihrer Aktivität oder den Einsatz von erdnahen Satelliten für die Klimaforschung und Umweltmonitoring.

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(S E R V I C E: „Graz in Space“, 4. und 5. September. Eine Voranmeldung ist aufgrund begrenzter Sitzplätze notwendig und noch bis zum 29. August online möglich. Details sowie Anmeldung unter http://www.grazinspace.oeaw.ac.at/. Teilnahmegebühr 30 Euro, bzw. für Schüler und Studierende 15 Euro.)


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