Irak-Kämpfe - Sicherheitskreise rechnen mit neuer IS-Offensive

Bagdad (APA/Reuters) - Irakische Sicherheitskreise rechnen damit, dass die Milizen des Islamischen Staates (IS) eine zweite Front gegen die ...

Bagdad (APA/Reuters) - Irakische Sicherheitskreise rechnen damit, dass die Milizen des Islamischen Staates (IS) eine zweite Front gegen die Kurden im Norden Iraks eröffnen wollen. Kämpfer der radikalislamischen Gruppe würden bei der Stadt Kara Tappa rund 122 Kilometer nördlich von Bagdad zusammengezogen, hieß es am Donnerstag in den Kreisen.

Ein Vertreter lokaler Behörden bestätigte die Angaben. „Es sieht so aus, als wollten sie (IS-Kämpfer) die Front mit den kurdischen Milizen ausweiten“, hieß es in den Sicherheitskreisen.

Im Norden Iraks hatten die IS-Kämpfer kurdische Peschmerga-Milizen zurückgedrängt. Mittlerweile unterstützt die US-Luftwaffe die Kurden. Dabei geht es insbesondere um den Schutz von Tausenden Yeziden (Jesiden), die vor dem IS geflüchtet sind. Den Kurden geht es auch um die Verteidigung der von ihnen beherrschten autonomen Region im Nordosten Iraks. Durch eine neue Front wären die Peschmerga gezwungen, Teile der Kämpfer in die Gegend von Kara Tappa zu verlegen.

Sollten die IS-Milizen in der Gegend einen Vorstoß beginnen, könnten sie auch näher an die Hauptstadt Bagdad heranrücken. Die IS-Milizen haben mit der Einnahme der irakischen Hauptstadt gedroht.

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Zur Abwehr der IS-Milizen bat inzwischen auch der Gouverneur der zentralirakischen Provinz Anbar die USA um militärische Unterstützung. Er habe in mehreren Treffen mit den Amerikanern unter anderem um Luftangriffe gegen die Milizen gebeten, die weite Teile der Provinz kontrollieren, sagte Ahmed Khalaf al-Dulaimi der Nachrichtenagentur Reuters.


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