Frankfurter Rentenmarkt mit Rekordjagd nach schwachen Daten

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Donnerstag ihre Rekordjagd der vergangenen Handelstage fortgesetzt. Unter...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Donnerstag ihre Rekordjagd der vergangenen Handelstage fortgesetzt. Unter anderem hätten enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland und Frankreich den Kursen neuen Auftrieb verliehen, hieß es aus dem Handel. Gegen Mittag stieg der Euro-Bund-Future um 0,10 Prozent auf 149,88 Punkte. Zuvor hatte er ein neues Rekordhoch bei 150,14 Punkten erreicht.

Neben der Sorge vor einem Konjunktureinbruch erklären Experten den Höhenflug der Bundesanleihen auch mit der Furcht vor internationalen Krisenherden. Dies habe die Nachfrage nach vergleichsweise sicheren Bundesanleihen angeheizt und die Rendite auf ein neues Rekordtief gedrückt. Der Zinssatz für deutsche Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren fiel im freien Handel erstmals unter 1,0 Prozent. Am Vormittag wurden die Papiere zeitweise mit einer Rendite von 0,9974 Prozent gehandelt, so tief wie noch nie.

Vor allem der überraschend starke Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal habe am Rentenmarkt für Auftrieb gesorgt, hieß es aus dem Handel. In der größten europäischen Volkswirtschaft war das Bruttoinlandsprodukt in den Monaten April bis Juni um 0,2 Prozent gesunken und damit stärker als erwartet. Zuvor hatten bereits Daten zur Entwicklung der französischen Wirtschaft enttäuscht. In der zweitgrößten Euro-Wirtschaft war die Konjunktur im zweiten Quartal erneut nicht in Schwung gekommen.

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