HRW: Folter und massenhaftes Sterben in syrischen Gefängnissen

Die Organisation Human Rights Watch berichtet von vielen Todesfällen wegen Schlägen, Folter, Unterernährung und Krankheiten.

Damaskus – Menschenrechtler beklagen ein Massensterben in Gefängnissen des Bürgerkriegslands Syrien. Wie die Organisation Human Rights Watch am Donnerstag unter Berufung auf vier Ex-Häftlinge und Schilderungen eines desertierten Soldaten berichtete, starben im Sednaja-Gefängnis bei Damaskus zahlreiche Insassen infolge von Schlägen, Folter, Unterernährung und Krankheiten.

Die Zellen seien überfüllt, die hygienischen Bedingungen dramatisch und die medizinische Versorgung unzureichend. Es mangle an Nahrung, Heizung und Kühlung funktionierten nicht. Zahlreiche Häftlinge bekämen Hautkrankheiten und Durchfall, verlören massiv an Gewicht.

Laut HRW belegten die Aussagen der 2014 aus der Haft entlassenen Gefangenen die Angaben eines desertierten Soldaten, der Tausende Leichen in Militärkrankenhäuser der Hauptstadt fotografiert hatte. Er habe 55.000 Fotos von geschätzten 11.000 Toten vorgelegt, hieß es. (APA/dpa)

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren


Schlagworte