Geschäftsreisen werden 2015 teurer

Wien (APA) - Geschäftsreisen werden sich 2015 weltweit verteuern. In Österreich steigen die Flugpreise einer ersten Prognose zufolge um 3 Pr...

Wien (APA) - Geschäftsreisen werden sich 2015 weltweit verteuern. In Österreich steigen die Flugpreise einer ersten Prognose zufolge um 3 Prozent und die Hotelpreise um 2 Prozent, geht aus dem aktuellen Global Travel Price Outlook des Geschäftsreisespezialisten Carlson Wagonlit Travel (CWT) und der GBTA Foundation, der Bildungs- und Forschungsstiftung der Global Business Travel Association, hervor.

Weltweit sei mit einer moderaten Teuerung zu rechnen. Insbesondere in stark nachgefragten Zielgebieten würden sich die Preise nach oben bewegen. Grund dafür seien die wachsende Nachfrage aus Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien, aber auch ein stärkeres Wirtschaftswachstum in einigen Industrieländern bei einem gleichzeitig begrenzten Wachstum auf der Angebotsseite, heißt es in der Studie.

International sollen die Flugpreise um bis zu 2,2 Prozent zulegen. Dahinter stehen der Studie zufolge eine wachsende Nachfrage und ein langsamer Ausbau der Kapazitäten. Die stärksten Preisanstiege gibt es hier aller Voraussicht nach in Lateinamerika - mit einem Plus von bis zu 3,5 Prozent.

Auch die weltweiten Preise im Hotelsegment werden sich 2015 um bis zu 2,6 Prozent erhöhen. Spitzenreiter dürfte einmal mehr Lateinamerika mit einem Anstieg von voraussichtlich 6,3 Prozent sein. In Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum sei mit nur mäßigen Teuerungen zu rechnen, heißt es in der Studie. In der EMEA-Region (Europa, Naher Osten, Afrika) sollen die Preise „auf jeden Fall langsamer steigen als im globalen Durchschnitt“.

Im Bereich Mietwagen ist angesichts des Angebotsüberhangs in fast allen Regionen mit nur moderaten Erhöhungen zu rechnen. Eine Ausnahme stellt einmal mehr Lateinamerika dar, wo die allgemein hohe Nachfrage nach Reiseleistungen ein Preisplus von 2 Prozent auslösen dürfte.

„Zu den Unwägbarkeiten der Prognose gehören die eskalierende Krise in der Ukraine, die Deflationsentwicklung in Europa, die steigende Verschuldung von Kommunen und Unternehmen in China sowie instabile Ölpreise mit Lieferengpässen - sie könnten negative Auswirkungen auf die Reisenachfrage und die Preisbildung haben“, räumte der Vice President of Research der GBTA Foundation, Joseph Bates, ein. Travel Manager seien daher „gut beraten, unvorhergesehene Ausgaben für diese Risiken in ihre Budgets einzuplanen“.

Insgesamt soll es der Studie zufolge im kommenden Jahr weltweit mehr Veranstaltungen und kürzere Vorausbuchungszeiten geben. Als Veranstaltungsort werden Mittelklassehotels mit einem passenden Veranstaltungsangebot voraussichtlich am stärksten nachgefragt.


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