„Wollen endlich einen Plan auf dem Tisch“

Das Proponentenkomitee des neuen Vereins „Naturpark Isel“ fordert in Sachen Natura-2000-Vorhaben Klartext vom Land.

Huben –Für die positive Entwicklung der von Natura 2000 betroffenen Gemeinden starkmachen will sich der Verein „Naturpark Isel“, der gestern in Huben präsentiert wurde. Der Matreier Bürgermeister Andreas Köll leitet das Proponentenkomitee, dem weitere sechs Osttiroler Ortschefs angehören. Das Infodefizit, kreidet Köll an, sei eine Katastrophe: „Wir haben bis jetzt keine einzige Plandarstellung vom Land erhalten, was nach Brüssel gemeldet werden soll. Wie sollen wir die Bevölkerung aufklären?“

Die vergangenen runden Tische in Osttirol seien gescheitert, man sei nie auf den Punkt gekommen. Köll: „Die Diskussion, warum manche Bereiche nominiert werden sollen und andere nicht, wurde uns verweigert.“ Man wolle nun EU-Experten nach Osttirol holen. Der Verein wünscht sich eine Vorgangsweise analog dem Naturpark Tiroler Lechtal. „Die Statuten sind zu 99 Prozent daran angelehnt“, gibt Köll bekannt. Überparteilich, im Interesse der Bevölkerung wolle man agieren.

„Die Hochwasser der letzten Tage haben gezeigt, dass an der Isel auch weiterhin harte Verbauung möglich bleiben muss“, fordert BM Karl Poppeller aus Ainet. „Und zwar ohne Zeitverzögerung durch lange Verhandlungen.“ (func)


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