Sanktionen - Rupprechter: Schaden für Sektor bisher bei 4,5 Mio. Euro

Wien/Brüssel (APA) - Der russische Importstopp für Lebensmittel aus EU-Ländern hat laut ersten Schätzungen dem österreichischen Landwirtscha...

Wien/Brüssel (APA) - Der russische Importstopp für Lebensmittel aus EU-Ländern hat laut ersten Schätzungen dem österreichischen Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor bisher 4,5 Mio. Euro gekostet. „Das betrifft Waren, die für den russischen Markt produziert und etikettiert wurden und jetzt auf Lager liegen bzw. bereits auf dem Weg nach Russland waren“, so Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP).

Weitere Schäden infolge von Preisrückgängen bei den Produzenten sind laut Landwirtschaftsminister derzeit noch nicht abschätzbar.

Heute, Donnerstag, haben Experten der EU-Kommission und der Mitgliedstaaten in Brüssel erstmals über mögliche Maßnahmen zur Abfederung drohender Schäden beraten. Auch wurde ein Forderungskatalog der von Rupprechter initiierten österreichischen „Task Force“ vorgestellt. „Wir brauchen eine solidarische europäische Antwort auf die Auswirkungen der Russland-Sanktionen. Es geht darum, negative Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft abzumildern und verstärkt Ersatzmärkte zu öffnen“, wird der Minister in einer Aussendung zitiert.

Der österreichische Forderungskatalog an die EU umfasst unter anderem den Verkauf der landwirtschaftlichen Produkte über soziale Absatzmärkte (etwa in Krankenhäusern und Schulen) anzukurbeln, oder Nahrungsmittelhilfsprogramme für Krisenregionen. Auch die Einführung der privaten Lagerhaltung etwa für Schweinefleisch oder Verarbeitungsbeihilfen wird von österreichischer Seite vorgeschlagen.

Laut Landwirtschaftsministerium wird die EU-Kommission in den kommenden Wochen eine genaue Marktbeobachtung und Marktanalyse durchführen. Auf Grundlage der Markdaten will die Kommission dann Entlastungsmaßnahmen prüfen.


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