Renzi: „Nicht nur Italien, sondern ganz Europa stagniert“

Rom (APA) - Der italienische Premier Matteo Renzi verteidigt sich gegen den Vorwurf, zu wenig zur Ankurbelung der in die Rezession gestürzte...

Rom (APA) - Der italienische Premier Matteo Renzi verteidigt sich gegen den Vorwurf, zu wenig zur Ankurbelung der in die Rezession gestürzten Wirtschaft seines Landes zu unternehmen. „Nicht nur Italien, ganz Europa erlebt eine Phase der Stagnation“, sagte der italienische Regierungschef am Donnerstag.

„In den vergangenen Jahren erlebte Italien im Vergleich zu den anderen Ländern des Euroraums eine Krise. Jetzt hat sich die Lage geändert: Der ganze Euroraum erlebt eine Stagnationsphase“, erklärte Renzi bei einem Besuch in der süditalienischen Stadt Reggio Calabria.

„Wir fordern von Brüssel stärkere Aufmerksamkeit für das Wachstum in der Überzeugung, dass dies der einzige Ausweg aus einer Krise ist, die nicht nur Italien, sondern den gesamten Euroraum betrifft“, sagte Renzi, der seit Juli den EU-Ratsvorsitz inne hat.

Italien steckt zum zweiten Mal binnen drei Jahren wieder in einer Rezession. Im zweiten Quartal 2014 meldete Italien ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Auf Jahresbasis betrug das Minus 0,3 Prozent. Im ersten Quartal 2014 war Italiens BIP um 0,1 Prozent zurückgegangen. Mit dem Rückgang im zweiten Quartal 2014 ist Italiens BIP auf das Niveau im zweiten Quartal 2000 gesunken.

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Die Ratingagentur Moody‘s hat die Wachstumsprognosen für Italien nach unten korrigiert und rechnet nun damit, dass die Wirtschaftsleistung 2014 um 0,1 Prozent zurückgehen wird. In zehn Großstädten sind im Juli die Preise gesunken. Die Deflation ist für die Finanzstabilität des Krisenlandes gefährlich - vor allem, da die öffentliche Verschuldung hoch und das Wirtschaftswachstum weiterhin schwach ist.


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