Nach Mannheim-Bahnunglück - Gewerkschaften für regulierte Fahrzeiten

Wien (APA) - Vier europäische Eisenbahngewerkschaften, darunter die vida, fordern mehr Sicherheit für die Bahnarbeiter. Auslöser sind Unfäll...

Wien (APA) - Vier europäische Eisenbahngewerkschaften, darunter die vida, fordern mehr Sicherheit für die Bahnarbeiter. Auslöser sind Unfälle wie kürzlich in Mannheim. „Als Minimum sind europaweit koordinierte Kontrollen notwendig, sowie digitale Tachografen. Arbeits- und Fahrzeiten im grenzüberschreitenden Verkehr müssen überprüfbar werden“, so Dietmar Weiss von der vida.

Beim Unfall in Mannheim, ein Güterzug prallte gegen einen ÖBB-Eurocity, sei anzunehmen, dass menschliches Versagen eines angemieteten Lokführers eine Rolle gespielt habe, erinnerten die Eisenbahngewerkschaften vida, ETF (Luxemburg), SEV (Schweiz) und EVG (Deutschland) in einer gemeinsamen Aussendung am Donnerstag an Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft in Deutschland. „Jeder Lkw-Fahrer hat regulierte Lenkzeiten, weshalb soll dies nicht auch für die Beschäftigen im Schienenverkehr gelten?“, wollte etwa Giorgio Tuti, Chef der SEV, wissen.

Bei dem Unfall waren 35 Menschen verletzt worden. Leichte Blessuren hatten auch zwei Österreicher erlitten. Der Güterzuglokführer dürfte nach letztem Erkenntnisstand ein Haltesignal missachtet haben. Die vier Gewerkschaften haben sich bei einem Eisenbahnkongress in Sofia getroffen und abgesprochen.

~ ISIN WEB http://www.vida.at ~ APA404 2014-08-14/15:14


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