Frequency - Regen bleibt aus, Pete Doherty bleibt zuhause

St. Pölten (APA) - Pete Doherty wird seinem Ruf als Enfant terrible des Britpop gerecht: Wie schon beim Lustenauer Szene Open Air vor zwei W...

St. Pölten (APA) - Pete Doherty wird seinem Ruf als Enfant terrible des Britpop gerecht: Wie schon beim Lustenauer Szene Open Air vor zwei Wochen cancelten er und seine Babyshambles kurzfristig ihren Frequency-Auftritt am Freitag. Ersatz auf der Green Stage gibt es keinen, dafür rücken NOFX als Headliner auf, so Veranstalter Harry Jenner, der sich neben Band-Absagen auch mit Besucher-Frust herumschlägt, zur APA.

„Bei Doherty muss man immer damit rechnen“, so Jenner, „eigentlich war er aber guter Dinge, dass er es diesmal schafft.“ Infolgedessen wird der erste Nachmittags-Slot auf der Green Stage am Freitag gestrichen, treten The Beth Edges erst um 15:25 Uhr auf und mutieren NOFX um 23:15 Uhr zu den neuen Headlinern parallel zu Skrillex auf der Hauptbühne. Bereits am Vortag hatte Jenner eine kurzfristige Absage zu beklagen, verpasste doch die britische Singer-Songwriterin Chloe Howl ihren Flieger und sprang das Salzburger Trio Olympique spontan als Auftakt-Band ein.

Nicht nur der „erste Regen in fünf Jahren Frequency-Festival“ hat Jenner am Mittwoch zugesetzt. Vor Ort und auf Facebook berichteten frustrierte Festivalbesucher von bis zu vier Stunden Wartezeit im strömenden Regen bei der Ausgabe von Festivalbändchen. „Das war nicht optimal“, so Jenner, „unerwartet sind ein Drittel der Leute schon am Mittwoch angereist, und das sind gleich 10.000 Leute mehr, was natürlich ein massiver Mehransturm ist.“ Im kommenden Jahr soll mit dem Versand von Chip-Bändchen an die Käufer vorab des Festivals und mit teurerem Early Camping zwecks Abschreckung gegengesteuert werden. „Wenn du ein Hotelzimmer buchst, steht dein Zimmer ja auch nicht zwei Tage vor dem vereinbarten Termin bereit“, so Jenner, dem es vor allem um die Tagespass-Käufer leidtat, die aufgrund der langen Wartezeit die ersten Bands verpassten.

Abseits von wachsendem Frust- und Schlamm-Aufkommen zeigte sich Jenner aber zufrieden mit dem Warm-Up-Tag. „Macklemore & Ryan Lewis haben die Hütte zerrissen, wie man so schön sagt. Viele waren im Vorfeld unsicher, was sie betrifft. Aber es war eine geile Stimmung, Macklemore hat gut mit dem Publikum kommuniziert.“ Auch der ausgebaute Kulinarik-Bereich mit u.a. Irish Pub und französischem Bistro werde gut angenommen. „Das Frequency hat sich in dieser Hinsicht quasi neu erfunden“, so Jenner.

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Nach den Auftaktkonzerten heimischer Acts wie Future Art, James Hersey und Keep this in mind auf drei verschiedenen Bühnen werden im Laufe des Donnerstags noch u.a. Imagine Dragons, Blink 182, Snoop Dogg aka Snoop Lion, Queens of the Stone Age sowie Jan Delay & Disko No. 1 erwartet. Im ab 22 Uhr geöffneten Nightpark werden u.a. DJ-Sets von Kele Okereke für Stimmung sorgen, während maschek das Frequency auf der LOL Stage nun auch um einen Comedy-Aspekt erweitern. Nach dem Regeneinbruch am Mittwochabend dürfte sich die Lage wettertechnisch beruhigen: Laut Wetterdienst der ZG bleibt es am Donnerstag weitgehend trocken und ist die Schauerneigung auch bis einschließlich Samstag eher gering.

(S E R V I C E - www.frequency.at)


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