Irak-Kämpfe - Auch Niederlande erwägen Waffenlieferungen an Kurden

Amsterdam/Erbil (APA/Reuters) - Auch die Niederlande erwägen, den irakischen Streitkräften und den Kurden im Nordirak Waffen für den Kampf g...

Amsterdam/Erbil (APA/Reuters) - Auch die Niederlande erwägen, den irakischen Streitkräften und den Kurden im Nordirak Waffen für den Kampf gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu liefern. Das Kabinett unterstütze das Vorgehen der USA und anderer Partner, die Armee der kurdischen Regierung mithilfe der irakischen Regierung zu bewaffnen, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung der Regierung.

„Sollte die gegenwärtige Bedrohung der Sicherheit anhalten, schließt das Kabinett nicht aus, dass die Niederlande ihren Beitrag leisten werden.“ Frankreich hatte am Mittwoch als erstes EU-Land Waffenlieferungen an die Kurden angekündigt, die inzwischen auch von den USA mit Waffen versorgt werden. Auch Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich angesichts der Berichte über Gräueltaten radikaler Islamisten im Irak offen gezeigt für deutsche Waffenlieferungen in die Konfliktregion. „Im Übrigen werde ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausschließen, dass wir gegebenenfalls, wenn die Bedrohungslage so anhält, auch Waffen liefern müssen“, sagte er am Mittwoch im Fernsehsender „ZDF“.

Am Freitag wollen die EU-Außenminister in Brüssel darüber beraten. Am Dienstag hatte sich die Europäische Union (EU) noch nicht auf ein gemeinsames Vorgehen bei Waffenlieferungen verständigen können. Die EU-Botschafter beschlossen daher lediglich, dass die Mitgliedstaaten Waffen an die Kurden in enger Abstimmung mit der irakischen Regierung liefern dürfen.

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