Sanktionen - EU will vor allem Obst und Gemüse-Produzenten helfen

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission will wegen des russische Importstopps für Lebensmittel aus EU-Ländern Unterstützung leisten. EU-Agrarkommi...

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission will wegen des russische Importstopps für Lebensmittel aus EU-Ländern Unterstützung leisten. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos kündigte nach einem Treffen mit den Experten der EU-Ländern am Donnerstag in Brüssel an, er werde Anfang kommender Woche neue Marktstabilisierungsmaßnahmen vorstellen, die auf verderbliches Obst und Gemüse zielten.

Diese Produkte seien „eindeutig in Schwierigkeiten“, sagte Ciolos. Die Aktion der EU-Kommission werde „verhältnismäßig und kosteneffizient“ sein. Konkrete Zahlen dazu nannte Ciolos nicht. Des weiteren will der EU-Kommissar verstärkt die Märkte beobachten. „Diese außergewöhnliche Situation, die wir durch Russlands Importverbot haben, erfordert einen rascheren und besseren Zugang zu Marktdaten.“

Dazu soll ein Monitoringmechanismus geschaffen werden, zu dem alle EU-Staaten beitragen, erklärte er. Dafür seien wöchentlich Sitzungen mit den EU-Staaten vorgesehen, „für eine Dauer, solange es nötig ist“. Ciolos versicherte, er weitere Unterstützungsschritte vorschlagen, falls dies nötig sein sollte.

Nach Schätzungen der EU-Kommission sind 1,7 Prozent der Schweinefleisch- und 0,4 Prozent der Rindfleisch- und 0,6 Prozent der Geflügel-Produktion in der EU von den russischen Sanktionen betroffen. Russland hatte den Importstopp als Gegenmaßnahme gegen die von der EU wegen der Ukraine-Krise verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Moskau verhängt.


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