Bericht: China hinderte Gläubige an Ausreise zu Papst-Treffen

Vatikanstadt/Peking (APA) - Die chinesischen Behörden sollen nach einem Medienbericht 80 Katholiken an der Teilnahme am VI. Asiatischen Juge...

Vatikanstadt/Peking (APA) - Die chinesischen Behörden sollen nach einem Medienbericht 80 Katholiken an der Teilnahme am VI. Asiatischen Jugendtag mit Papst Franziskus in Südkorea gehindert haben. Den Betroffenen seien „Schwierigkeiten“ bei ihrer Rückreise nach China angedroht worden, berichtete der katholische Pressedienst „Asianews“ laut Kathpress am Donnerstag unter Berufung auf „koreanische Quellen“.

Demnach handelt es sich bei einem Großteil der Betroffenen um Priesteramtskandidaten aus Peking, die jüngst einem exkommunizierten Bischof der regimetreuen katholischen Kirche Chinas den Gehorsam verweigert hatten. Eine Delegation von 100 Jugendlichen laut dem Bericht war mit Erlaubnis der Behörden chinesischen Behörden zum Jugendtag in Daejeon gereist. Papst Franziskus zelebriert am Sonntag den Abschlussgottesdienst des Jugendtages.

Der Vatikan wollte zu diesem Vorgang am Donnerstag nicht Stellung nehmen. Die Einladung sei von der gastgebenden Diözese Daejeon ausgegangen, sagte Sprecher Federico Lombardi vor Journalisten in Seoul. Ein Sprecher der Diözese teilte mit, dass rund 60 Jugendliche aus China gekommen seien. Wie viele Jugendliche ursprünglich hätten anreisen wollen, entziehe sich jedoch seiner Kenntnis.


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