Beim Schlusslicht in Hartberg sind für Wacker drei Punkte Pflicht

Im Gastspiel am Freitag (18.30 Uhr) beim Tabellenletzten Hartberg zählt für den FC Wacker Innsbruck nur ein Sieg. Selbstläufer wird die Partie aber keiner.

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – „Der Sieg gegen den Floridsdorfer AC muss am Freitag bestätigt werden. Etwas anderes zählt nicht“, redete Michael Streiter vor der gestrigen Abfahrt Richtung Steiermark erst gar nicht lange um den heißen Fußballbrei. Daher lässt der Wacker-Coach heute ab 18.30 Uhr in Hartberg jene Elf beginnen, die vor einer Woche den heißersehnten ersten Sieg erkämpfte. Mit einer Dreierkette in der Abwehr, einem Vierer-Mittelfeld und Andi Hölzl hinter dem Sturmduo Thomas Hirschhofer/Stjepan Vuleta.

Als offensiver Joker auf der Bank meldete sich Alex Gründler nach Verletzungspause zurück. Daher blieb Simon Zangerl, der nach abgebüßter Rotsperre wieder einsatzfähig gewesen wäre, daheim und kickte mit dem Wacker-Amateuren in Bizau. Jürgen Säumel wollte unbedingt mit, doch das lädierte Sprunggelenk war letztlich doch dagegen. „Er trainierte schon mit, doch bei bestimmten Bewegungen, war der Schmerz doch noch zu groß. Daher wollten wir kein Risiko eingehen“, so Streiter.

Egal mit welcher Taktik oder personellen Besetzung die Schwarzgrünen heute auflaufen – sie sind zum Siegen verdammt. Denn es spricht so ziemlich alles gegen die Steirer. Der TSV Hartberg mit den beiden Ex-Wacker-Kickern Thomas Löffler, Bright Edomwonyi (wurde gestern verpflichtet) und Alex Fröschl ist nach fünf Runden abgeschlagen Letzter und hat saisonübergreifend in der Ersten Liga seit 633 Minuten nicht mehr getroffen. Fünf Spiele, vier Niederlagen, Torverhältnis 0:15 lautet die enttäuschende Startbilanz. Und die sollte nach dem heutigen Schlusspfiff um eine weitere Pleite reicher sein. Das haben sich die Tiroler jedenfalls fest vorgenommen, denn sonst ist wieder richtig Feuer am Tivoli-Dach.

Selbstläufer wird das „Nachlegen auf Floridsdorf“, also der anvisierte Dreier in der Steiermark, logischerweiser keiner. Zurzeit erst recht nicht für den Tabellenvorletzten FC Wacker. „Leichte Gegner gibt’s keine, schon gar nicht in der Ersten Liga. Außerdem werden sie alles daran setzten, ihren Negativlauf zu beenden“, ist Streiter bewusst, dass die Dienstreise nach Hartberg – knapp 1100 Kilometer hin und zurück – nur dann positiv bilanziert werden kann, wenn fast alle Räder im Wacker-Team greifen. Der Sieg gegen Floridsdorf war jedenfalls gut für das Punktekonto und die Psyche. „Eine Bestätigung, dass wir trotz Rückstand gewinnen können und nur das kann heute auch das Ziel sein“, blickte Mittelfeldspieler Danijel Micic dem Gastspiel in Hartberg optimistisch entgegen.

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