Ukraine-Krise - USA will Zurückhaltung der Armee bei Offensive

Washington (APA/AFP) - Die US-Regierung hat die ukrainischen Streitkräfte aufgerufen, im Kampf gegen die separatistischen Rebellen im Osten ...

Washington (APA/AFP) - Die US-Regierung hat die ukrainischen Streitkräfte aufgerufen, im Kampf gegen die separatistischen Rebellen im Osten des Landes Rücksicht auf Zivilisten zu nehmen. Es sei wichtig, „Zurückhaltung zu üben, um zivile Verluste möglichst klein zu halten“, sagte die stellvertretende Außenamtssprecherin Marie Harf am Donnerstag in Washington.

Die Armee müsse alles unternehmen, damit Zivilisten bei ihrer Flucht aus den Städten nicht beschossen würden, betonte Harf.

Die Regierungstruppen versuchen seit Wochen, die beiden Rebellenhochburgen Lugansk und Donezk zu erobern, doch leisten die prorussischen Separatisten erbitterten Widerstand. Die Armee verstärkte am Donnerstag ihren Beschuss der beiden Industriestädte im Osten des Landes. Harf verteidigte das militärische Vorgehen gegen die Separatisten. „Wir unterstützen die Ukrainer dabei. Sie sind in heftige Kämpfen verwickelt“, sagte Harf. Ziel müsse es sein, die Städte von den prorussischen Separatisten zurückzuerobern.

Unterdessen rief die russische Regierung zu einer Waffenruhe in den umkämpften Gebieten in der Ostukraine auf. Das russische Außenministerium appellierte am Donnerstag in einer Mitteilung an die ukrainische Armee und die Rebellen, das Feuer einzustellen, „um humanitäre Hilfen für die Bevölkerung“ zu ermöglichen.

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Moskau hatte am Dienstag einen Hilfskonvoi mit knapp 300 Lastwagen in Richtung Ostukraine entsandt. Kiew und der Westen befürchten jedoch, dass die Hilfen vor allem den Separatisten zugutekommen oder der Konvoi gar als Deckmantel für eine Militärintervention dient. Moskau bezeichnete diese Befürchtungen als „absurd“.

Am Donnerstagabend befanden sich die Lastwagen in der südrussischen Grenzregion Rostow, etwa 50 Kilometer vor der ukrainischen Grenze. Es blieb aber weiter unklar, ob die Ukraine die Lkw über die Grenze lassen würden. Zuletzt hatte die Regierung in Kiew einer Fahrt des Konvois bis vor Lugansk (Luhansk) zugestimmt. Die Verteilung der Hilfsgüter müsse aber das Rote Kreuz übernehmen. Die ukrainische Regierung schickte eigene Hilfslieferungen in die umkämpften Gebiete.


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