Japans Premier bleibt Kriegsschrein fern - Trotzdem Kritik aus China

Tokio (APA/Reuters) - Japanische Regierungsmitglieder und Abgeordnete haben sich mit dem Besuch eines Kriegsschreins in Tokio den Zorn der N...

Tokio (APA/Reuters) - Japanische Regierungsmitglieder und Abgeordnete haben sich mit dem Besuch eines Kriegsschreins in Tokio den Zorn der Nachbarländer zugezogen. Ministerpräsident Shinzo Abe verzichtete am Freitag auf eine Teilnahme an der Zeremonie zum 69. Jahrestag der Niederlage im Zweiten Weltkrieg, um die Beziehungen zu China und Südkorea nicht weiter zu belasten.

Abe ließ sich am Yasukuni-Schrein, mit dem auch 14 als Kriegsverbrecher verurteilte Japaner geehrt werden, vom Abgeordneten Koichi Hagiuda vertreten. Damit sollten die Beziehungen zu den Nachbarn nicht weiter belastet werden.

Trotzdem wurde Abe scharf kritisiert. „Jemand, der die Geschichte leugnet und vergisst, verdient die Zukunft nicht“, schrieb die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Beide Länder liegen ohnehin wegen eines Streits um mehrere Inseln über Kreuz. Auch in Seoul regte sich Kritik. Die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye erklärte: „Unsere Regierung ermahnt die japanische Führung, die Geschichte richtig wiederzugeben.“

Der Abgeordnete Hagiuda verteidigte Abe. „Er möchte seinen Respekt ausdrücken und die Menschen ehren, die ihr Leben für ihr Land ließen“, sagte der Abgeordnete. „Gleichzeitig betet er für dauerhaften Frieden.“

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