Atomstreit: Iran glaubt nicht an Einigung vor November

Der iranische Außenminister erteilte Hoffnungen auf ein finales Abkommen im September einen Dämpfer.

Der iranische Außenminister Mohammed Javad Zarif.
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Teheran/New York - Nach Einschätzung des iranischen Außenministers Mohammed Javad Zarif wird es vor November keine Einigung im Atomstreit geben. „Auch wenn wir vorher zu einer allgemeinen Einigung kommen, müssten noch die Details einer finalen Einigung ausgearbeitet werden“, sagte Zarif nach Angaben der Agentur IRNA am Freitag. Daher sei eine Einigung vor Ablauf der Frist am 24. November eher unwahrscheinlich.

Der Westen hegt die Befürchtung, dass der Iran nach Atomwaffen strebt. Teheran bestreitet dies und besteht auf seinem Recht auf Kernforschung und friedliche Nutzung der Atomenergie.

Die nächsten Verhandlungen Teherans mit den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland über das iranische Atomprogramm sollen am Rande der UN-Vollversammlung im September in New York stattfinden. In Teheran kursieren Gerüchte, dass die Einigung schon in New York unterzeichnet werden könnte, zumal Irans Präsident Hassan Rohani zur Vollversammlung angekündigt ist.

Außerdem glauben Beobachter in Teheran, dass die Zusammenarbeit beider Länder im Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat im Nordirak eine positive Auswirkung auf den Atomstreit haben werde. (APA/dpa)


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