Berggruen: Bei Karstadt Fehler gemacht, aber auch „massiv investiert“

Essen/Wien (APA/dpa-AFX) - Der scheidende Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen hat Fehler bei der angeschlagenen Warenhauskette eingestande...

Essen/Wien (APA/dpa-AFX) - Der scheidende Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen hat Fehler bei der angeschlagenen Warenhauskette eingestanden, seine Entscheidungen aber auch gegen Kritik verteidigt. „Wir haben 2010 die Notwendigkeit der Sanierungsschritte unterschätzt“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Samstag).

Dies habe jedoch auch daran gelegen, dass es zur Lage des damals insolventen Konzerns kein vollständiges Bild gegeben habe. „Wir haben dann festgestellt, dass Karstadt in einem noch viel schlechteren Zustand war, als wir geglaubt hatten. Und die Kunden haben das Konzept nicht so angenommen wie erwartet.“

Berggruen gibt Karstadt nun an den Tiroler Immobilieninvestor Rene Benko ab, der schon die Mehrheit an den Premium- und Sporthäusern hält. Die Ideen des zwischenzeitlichen Chefs Andrew Jennings, der Karstadt etwa auf junge Mode ausrichten wollte, seien nicht aufgegangen, deutete Berggruen an: „Manche sagen, er habe zu wenig die deutsche Kultur und Einkaufsgewohnheiten berücksichtigt. Diesen Fehler kreiden wir uns an.“

Der deutsch-amerikanische Geschäftsmann - einst als Karstadt-Retter gefeiert - wies den Vorwurf zurück, versprochene Investitionen zu wenig in die Tat umgesetzt zu haben: „Es wurde über die Jahre massiv investiert, und trotzdem hat es Karstadt bisher nicht geschafft, in die schwarzen Zahlen zurückzukehren.“

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Zu möglichen Schließungen sagte Berggruen: „Alle wissen, dass es so nicht weitergehen kann.“ Auch Aufsichtsratschef Stephan Fanderl hatte Einschnitte angekündigt.

~ WEB http://www.karstadt.de

http://www.signa.at ~ APA253 2014-08-15/15:33


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