Ukraine-Krise - Polens Präsident fordert höhere Militärausgaben

Warschau (APA/dpa) - Der polnische Präsident Bronislaw Komorowski plädiert angesichts der Ukraine-Krise für mehr militärische Stärke und höh...

Warschau (APA/dpa) - Der polnische Präsident Bronislaw Komorowski plädiert angesichts der Ukraine-Krise für mehr militärische Stärke und höhere Verteidigungsausgaben seines Landes. „Man muss wieder an die lateinische Maxime erinnern: Willst Du Frieden, rüste zum Krieg“ sagte er am Freitag in Warschau anlässlich des „Tags der Armee“.

„Wir wollen gute Beziehungen zu allen unseren Nachbarn, auch den russischen. Aber wir wollen auch Sicherheit.“ Der russisch-ukrainische Konflikt zeige, dass nicht alle Völker der Region sicher leben könnten, betonte Komorowski.

„Wir sehen, dass ein bewaffneter Konflikt weiter Teil der brutalen Realität Osteuropas ist. Denn in Europa kam es zur Annexion der Krim. In Europa wurde Separatisten bewaffnete Hilfe erteilt, in Europa wurde ein Passagierflugzeug mit Kindern an Bord abgeschossen.“ Gemeint ist der Abschuss des malaysischen Flugzeugs MH17 mit fast 300 Toten über der Ostukraine.

Auf dem NATO-Gipfel in Wales werde Polen daher für eine Stärkung der Ostflanke der NATO eintreten sowie für eine Stationierung von Soldaten und Militärgerät anderer NATO-Staaten in Polen, sagte der Präsident. „Wir müssen bereit sein zur Verteidigung der Republik, denn nichts ermutigt einen möglichen Aggressor so wie die Schwäche eines angepeilten Opfers.“


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