Die englische Premier League schwimmt weiter im Geld

Der regierende Meister Manchester City so wie Chelsea, Arsenal und auch Manchester United haben viel Geld für die neue Saison investiert – aber der Weg zum Titel führt über Liverpool.

London – In der 1. Runde der Premier League kommt es heute (16 Uhr) bei Stoke gegen Aston Villa zum Duell der ÖFB-Legionäre Marko Arnautovic und Andi Weimann. Dass sich unsere ÖFB-Teamspieler in der neuen Saison verbessern wollen, interessiert in Österreich mehr als in England. Daran ändert auch nichts, dass Arnautovics Klub Stoke mit Ex-Barcelona-Stürmer Bojan Krkic, Steve Sidwell, Mame Diouf und Phil Bardsley vier starke Spieler verpflichtet hat. Eine Steigerung scheint nach Rang neun mit dem klubinternen Punkterekord (50) schwer. Für Aston Villa weniger. In der vorigen Saison reichte es ja nur zu Rang 15. Andreas Weimann hatte da fünf Treffer erzielt. Stoke ist heute Favorit. Beide Österreicher werden spielen.

Fuchs vor Wechsel zu Hull City

Möglich, dass neben Arnautovic und Weimann bald ein weiterer Österreicher in der Premier League spielen wird: ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs steht vor einem Wechsel zu Hull City. Der Österreicher hat beim FC Schalke 04 wohl keine Zukunft mehr.

Aber die große Aufmerksamkeit in England wird der heutigen Auftaktpartie Manchester United gegen Swansea (13.45) gelten. Freilich hauptsächlich der ManU-Truppe, die unter Trainer Louis van Gaal alles abschütteln soll, was die Truppe im Vorjahr so belastet hat. Rooney ist in Topform. Und der 3:1-Sieg im Michigan Stadium von Ann Arbor vor 108.000 Fans über Real hat ManU noch mehr Selbstvertrauen gegeben.

Wer wird Meister? Für Manchester City wird es schwer: Denn seit es die Premier League gibt, haben das nur Manchester United und Chelsea fertiggebracht. Aber Trainer Manuel Pellegrini verfügt über einen Luxus-Kader, der in Sachen Tiefe und Breite seinesgleichen sucht. Im Sturm streiten Sergio Aguero, Alvaro Negredo, Edin Dzeko und Vorbereitungsgewinner Stevan Jovetic um zwei Plätze. Dahinter blieb Yaya Touré, spätestens seit Luis Suarez’ Abschied für die Experten der beste Spieler der besten Liga, trotz des Geburtstagskuchen-Eklats City treu. City spielt am Sonntag bei Newcastle.

LIverpool die große Unbekannte

Der FC Liverpool (Sonntag gegen Southampton) rutschte vorige Saison buchstäblich am Meistertitel vorbei, spielte ansonsten aber regelmäßig Traumfußball und kehrte in die Champions League zurück. Und trotzdem sind die Reds vor der neuen Spielzeit die große Unbekannte unter den Topteams: Mit Luis Suarez verloren sie ihren Fixpunkt, aber ihr innerer Zusammenhalt ist ihr großes Plus.

Chelsea verfügt über zwei der drei besten Fußball-Torhüter der Welt. Ob Routinier Petr Cech oder der Belgier Thibaut Courtois am Montag (21.00) gegen Aufsteiger Burnley das Tor hüten wird, ließ Mourinho offen.

Arsenal starte nach dem FA-Cup-Triumph in diesem Sommer mit großem Selbstvertrauen in die Saison. Trainer Wenger geht davon aus, dass Weltmeister Mesut Özil einen Sprung nach vorne machen wird – und mit ihm der ganze Klub. (winkl)


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