Wacker jubelt: „Sind jetzt endlich richtig in die Liga gestartet“

Mit drei Auswärtspunkten im Gepäck trat der FC Wacker Innsbruck gestern die Heimreise aus Hartberg an. Logisch, dass die Tiroler da zufrieden waren.

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Keine leeren Kilometer war für den FC Wacker die lange Dienstreise nach Hartberg. Mit einem klaren 3:0-Erfolg feierten die Schwarzgrünen den ersten Auswärtssieg und entführten drei wichtige Zähler aus der Steiermark. „Sechs Punkte – mit dieser Woche können wir zufrieden sein“, marschierte Trainer Michael Streiter nach dem Schlusspfiff entspannt in die Kabine und bilanzierte auch gleich die gestrige Vorstellung: „Die ersten Auswärtstore geschossen, zu Null gespielt, keine rote Karte kassiert. Klar, dass mir viel gefallen hat, aber es gab auch einiges, was nicht so gut war.“

Wie angekündigt begann jene Elf, die im Tivolistadion den ersten Saisonsieg gegen Floridsdorf erkämpfte. In Hartberg gab es vor dem Anpfiff zunächst ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Thomas Löffler und Alex Fröschl liefen bei den Steirern ebenso ein wie Bright Edomwonyi. Der Stürmer kickte bekanntlich letztes Frühjahr als Red-Bull-Leihgabe in Innsbruck und wurde am Donnerstag von Hartberg als Ersatz für den verletzten Stürmer Günther Friesenbichler von den Bullen geliehen und stürmte gestern gleich gegen seinen Ex-Klub.

Was den Hausherren, die angeschlagen am Tabellenende liegen, nicht viel brachte. Denn die im roten Auswärtsdress kickenden Tiroler beherrschten klar das Spielgeschehen. Zunächst vergaben Christian Schilling (13.), Thomas Bergmann (15.) und Stjepan Vuleta (17.) große Möglichkeiten auf den ersten Auswärtstreffer in dieser Saison. Nach einem weiten Abschlag von FCW-Goalie Pascal Grünwald war dann Thomas Hirschhofer zur Stelle, setzte sich kraftvoll durch und drosch den Ball ins rechte Ecke. Ein Tor, das kurioserweise Hartberg Auftrieb gab. Doch nur bis zur 34. Minute – Hartberg-Innenverteidiger Bodrusic lenkte eine Schilling-Ecke ins eigene Tor zur vorentscheidenden 2:0-Pausenführung des FC Wacker.

Der erste Auswärtssieg war vor den rund 200 mitgereisten Fans in Griffweite. Erst recht, als Vuleta einen Schilling-Freistoß zum 0:3 über die Linie drückte. Hartberg kämpfte trotzdem weiter, zum ersten Saisontreffer reichte es aber nicht. Weil der FC Wacker bei Tumulten im eigenen Strafraum auch das Glück zur Seite stand und Neuzugang Edomwonyi in der Schlussphase mit einem Weitschuss knapp scheiterte. „Ein verdienter Sieg, weil wir über weite Strecken die bessere Mannschaft waren. Wichtig für das Selbstvertrauen, dass wir kein Gegentor erhielten“, erklärte Torschütze Hirschhofer und legte gleich nach: „Wir sind jetzt endlich richtig in die Liga gestartet.“

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