SPÖ: Praktischer Wechsel im Parlamentsklub

Wien (APA) - Der bevorstehende Wechsel von Infrastrukturministerin Doris Bures ins Nationalratspräsidium verbunden mit dem von ÖGB-Vizepräsi...

Wien (APA) - Der bevorstehende Wechsel von Infrastrukturministerin Doris Bures ins Nationalratspräsidium verbunden mit dem von ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser ins Gesundheitsministerium ist für die SPÖ außerordentlich praktisch. Er macht nämlich keine große Rochade in den Abgeordneten-Bänken nötig.

Denn es wäre gerade Oberhauser, die (ohne weitere Rochaden) durch die Rückkehr von Bures ihr Mandat im Nationalrat verloren hätte. Bures wird nämlich ihr im Wahlkreis Wien Süd-West gewonnenes Direktmandat annehmen, auf das man die ÖGB-Vizechefin zuletzt geschoben hatte.

Die SPÖ hatte sich nämlich bei der Listenerstellung nicht allzu geschickt angestellt, wodurch mit Christoph Matznetter der Chef der sozialdemokratischen Wirtschaftstreibenden und einer der wenigen Wirtschaftsexperten des Klub bei der Nationalratswahl kein Mandat ergattert hatte.

Um das nachträglich zu korrigieren, war beim Abschied von Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas aus der Politik wieder einmal herumgedoktert worden. Oberhauser wurde von ihrem über die Bundesliste eroberten Sitz auf das Rudas-Mandat gehievt, das eigentlich Bures zugestanden wäre, hätte die nicht wieder in der Regierung Platz gefunden.

Durch deren Rückkehr ins Hohe Haus wäre nun Oberhauser ohne Mandat da gestanden, es sei denn, man hätte eine neue Rotation eingeleitet. Mit dem nunmehrigen Wechsel stellt sich das Problem nicht mehr. Der Sitz der verstorbenen Nationalratspräsidentin Barbara Prammer steht über die oberösterreichische Landesliste dem Gewerkschaftsfunktionär Walter Schopf zu. Nur bei dessen Verzicht würde mit Sonja Ablinger eine Frau nachrücken.

~ WEB http://www.spoe.at

http://www.oegb.at ~ APA111 2014-08-16/14:19


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