Frequency - 400.000 Euro in Ambiente investiert - Festival „sold out“

St. Pölten (APA) - Bei 200.000 Besuchern bedankte sich Harry Jenner, Veranstalter des FM4 Frequency, am Samstag im Gespräch mit der APA. „Wi...

St. Pölten (APA) - Bei 200.000 Besuchern bedankte sich Harry Jenner, Veranstalter des FM4 Frequency, am Samstag im Gespräch mit der APA. „Wir sind ausverkauft.“ 400.000 Euro wurden heuer in das Ambiente investiert. Jenner führte etwa das Irish Pub, den Haubenkoch („die besten Burger“) und die Dekoraktion der Space Stage an. Im nächsten Jahr wird in St. Pölten das 15-Jahre-Jubiläum des Festivals gefeiert.

Die immer wieder medial verbreiteten Gerüchte, das Frequency müsse sich einen neuen Standort suchen, bezeichnete der 42-Jährige als „langweilig“. Jenner: „Wir sind 2015 wieder da. Man kann bereits Early-Bird-Tickets kaufen. Es ist alles gut mit der Stadt und der Kaserne. Mein Dank an den Bürgermeister (Matthias Stadler, SPÖ; Anm.) von St. Pölten, der uns gut unterstützt.“

Auf die Vorgaben bei der Buchung der Acts angesprochen, sagte Jenner: „Die Musik muss mir selbst zumindest zu 70 Prozent gefallen. Und das Gesamtpaket muss stimmen. Das Frequency stand immer schon für ein sehr vielfältiges Musikprogramm, da haben Queens Of The Stone Age genauso ihren Platz wie Skrillex.“ Dass es nicht nur auf Headliner ankommt, hätte etwa Marteria bewiesen: „Bei seiner Show war der Raum vor der Space Stage komplett voll, obwohl der Auftritt am Nachmittag und bei Sonnenlicht stattfand.“ Zu Kritiken am Konzept der Veranstaltung meinte er nur: „Viele verstehen den Festival-Gedanken nicht, weil sie einer anderen Generation angehören.“

Braucht ein Musikfest eine Kabarettbühne? „Warum nicht? Ich schau mir auch privat Helge Schneider an, warum sollte er also nicht am Frequency auftreten? Drei Viertel seines Programms sitzt er ja außerdem am Klavier“, schmunzelte Jenner. „Aber ich kann nicht nur Musikkabarett buchen, das wäre ein bisschen schwierig.“

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Er habe sein Hobby zum Beruf gemacht, würde auch privat oft Festivals besuchen, zuletzt etwa in Amerika. „Man sieht sich natürlich um und holt sich Ideen. Eine Kabarett-Bühne habe ich aber außer bei uns nirgendwo gesehen.“ Lässt sich das Frequency noch weiter ausbauen? „Irgendwann ist der Plafond erreicht, aber für sinnvolle Erweiterungen bin ich offen.“

Aus der Panne am Donnerstag, als sich tausende Anreisende gleichzeitig bei der Bänderausgabe drängten, habe man gelernt: „Wir planen ein komplett digitales System. Das ermöglicht den Leuten schnelleren Zutritt, weil wir allen, die sich registrieren, die Bänder im Voraus zuschicken können, und somit das Anstellen um die Bänder wegfällt. Das werden wir umsetzen. Natürlich gibt es Leute, die das nicht wollen, weil sie Angst haben, dass wir wissen, wann sie aufs Klo gehen. Die sich nicht regiestieren lassen wollen, müssen sich eben anstellen, auch gut.“

Auf eine Neuerung dieses Jahres wies Jenner, auf seine persönliche Bilanz angesprochen, besonders hin: „Es gab am Donnerstag zum ersten Mal einen Live-Stream. Ich habe mit 100 Zuschauern gerechnet und auf 1.000 gehofft - dann hatten wir 30.000 Viewer. Das werden wir im nächsten Jahr ausbauen.“ Jenner würde sich eine Liveübertragung im Fernsehen wünschen.


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