Kolumbiens Kriegsopfer berichten im Friedensprozess über ihr Leid

Havanna (APA/dpa) - Beim kolumbianischen Friedensprozess mit der linksgerichteten Guerillaorganisation FARC sind erstmals Opfer des 50-jähri...

Havanna (APA/dpa) - Beim kolumbianischen Friedensprozess mit der linksgerichteten Guerillaorganisation FARC sind erstmals Opfer des 50-jährigen Konflikts direkt zu Wort gekommen. Ein Dutzend kolumbianischer Kriegsopfer trat am Samstag vor den Friedensdelegierten in der kubanischen Hauptstadt Havanna auf, um über ihre Erfahrungen im Krieg zu berichten.

In den nächsten Monaten sollen insgesamt 60 Menschen vor den Friedensdelegationen der kolumbianischen Regierung und der FARC-Rebellen aussagen. Unter den ersten zwölf waren mindestens fünf Zivilopfer der FARC und vier der Streitkräfte. Auch Menschen, die Opfer rechter Paramilitärs wurden, waren vertreten.

Nach Schätzungen sind in Kolumbien über 220.000 Menschen während des Konflikts ums Leben gekommen. Zudem wurden Millionen vertrieben. Seit November 2012 verhandelt die kolumbianische Regierung auf Kuba mit der größten Guerillagruppe, den FARC, über einen Friedensvertrag.


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