LA: Lavillenie weiter unantastbar - EM-Gold mit 20. Sieg in Folge

Zürich (APA) - Mit seinem 20. Sieg in Folge hat sich Renaud Lavillenie zum dritten Mal in Folge zum Stabhochsprung-Europameister gekürt. Der...

Zürich (APA) - Mit seinem 20. Sieg in Folge hat sich Renaud Lavillenie zum dritten Mal in Folge zum Stabhochsprung-Europameister gekürt. Der 27-jährige Franzose brauchte am Samstag im Letzigrund-Stadion von Zürich nur zwei Sprünge (5,65 und 5,80), um sich abermals die Krone aufzusetzen. Jahresweltbestleistungen gab es im Hammerwurf durch Krisztian Pars (HUN) und im Diskuswurf durch Sandra Perkovic (CRO).

Olympiasieger Lavillenie überquerte anschließend auch noch 5,90 m, am EM-Rekord von 6,01 scheiterte er. Silber ging an den Polen Pawel Wojciechowski, Bronze ex aequo an den Franzosen Kevin Menaldo und den Tschechen Jan Kudlicka (je 5,70). „Es war kein leichter Wettkampf, die Bedingungen waren nicht optimal“, sagte Lavillenie, der als Ziel WM-Gold 2015 und den Olympiasieg 2016 anpeilt.“ Und einen Weltrekord? „Natürlich. Aber lassen Sie mich das erst mal genießen.“

Seinen Titel von vor zwei Jahren erfolgreich verteidigt hat der ungarische Hammerwerfer Krisztian Pars, der sich mit der Jahresweltbestleistung von 82,69 m vor dem Polen Pawel Fajdek (82,05) und dem Russen Sergej Litwinow (79,35) durchsetzte.

Ebenfalls so weit wie keine andere 2014 warf Sandra Perkovic den Diskus, die Kroatin kam bei ihrem dritten EM-Titel in Serie auf 71,08 m. Sie gewann vor der Französin Melina Robert-Michon (65,33) und der Deutschen Shanice Craft (64,33). Im Dreisprung wurde die Ukrainerin Olga Saladucha zum dritten Mal in Folge Europameisterin, sie siegte mit 14,73 m vor den Russinnen Jekaterina Konewa (14,69) und Irina Gumenjuk (14,46).

5.000-m-Gold ging an die Schwedin Meraf Bahta, die in 15:31,39 Minuten vor den Niederländerinnen Sifan Hassan (15:31,79) und Susan Kuijken (15:32,82) siegte. Bahta stammt aus Eritrea, der Nationenwechsel wurde erst diesen Jänner vollzogen, Hassan kommt aus Äthiopien. Die Niederösterreicherin Jennifer Wenth erreichte in 15:47,61 den elften Platz und damit das bisher beste Ergebnis für den österreichischen Leichtathletikverband bei diesen Kontinentaltitelkämpfen.

Den Marathon am Samstagvormittag gewann die 39-jährige Französin Christelle Daunay im neuen EM-Rekord von 2:25:14 Stunden vor Valeria Straneo (ITA/2:25:27) und Jessica Augusto (POR/2:25:41). Dauney erhöhte kurz vor dem Ziel das Tempo nochmals, Straneo konnte nicht mithalten. „Ich habe eine schöne Karriere mit der schönsten Medaille gekrönt“, sagte Daunay nach den 42,195 Kilometern, auf denen viermal in der Stadt ein Hügel erklommen und wieder heruntergelaufen werden musste. Ins Ziel kamen auch die 28-jährigen estnischen Drillinge Liina (29.), Leila (43.) und Lily Luik (47.).

Über 800 m setzte sich die Weißrussin Marina Arsamasowa in der europäischen Jahresbestzeit (BLR) von 1:58,15 Minuten vor der Britin Lynsey Sharp (1:58,80) und der Polin Joanna Jozwik (1:59,63) durch. Die 400 m Hürden wurden eine Beute der Britin Eilidt Child, die in 54,48 Sekunden vor der Ukrainerin Anna Titimez (54,56) und der russischen Titelverteidigerin Irina Dawidowa (54,60) gewann.


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