Nahost-Konflikt - Tel-Aviv-Protest: „Juden und Araber keine Feinde“

Tel Aviv (APA/AFP) - Mehrere tausend Israelis haben am Samstag in Tel Aviv für Friedensverhandlungen der israelischen Regierung mit der Palä...

Tel Aviv (APA/AFP) - Mehrere tausend Israelis haben am Samstag in Tel Aviv für Friedensverhandlungen der israelischen Regierung mit der Palästinensischen Autonomiebehörde von Mahmoud Abbas demonstriert. Auf Plakaten, Transparenten und in Sprechchören gab es Parolen wie: „Ohne Gespräche kein Ende des Krieges“ oder „Juden und Araber sind keine Feinde“.

Veranstalter der Demonstration waren die linke Oppositionspartei Meretz, die Bewegung Frieden jetzt und die Kommunistische Partei Hadasch. Redner warfen der rechten Regierung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu vor, nicht das Gespräch mit dem palästinensischen Präsidenten Abbas gesucht zu haben. Dadurch sei Abbas geschwächt und die radikalislamische palästinensische Organisation Hamas gestärkt worden, sagte der Meretz-Abgeordnete Nitzan Horowitz. Das Meretz-Führungsmitglied Sehava Galon rief Netanyahu zum Rücktritt auf. Er habe Israel in einen Krieg getrieben, der zu vermeiden gewesen wäre, sagte sie zur Begründung.

Auch der Schriftsteller David Grossman rief zu Verhandlungen mit der palästinensischen Regierung der nationalen Einheit auf. Diese aus parteilosen Fachleuten gebildete Regierung war Anfang Juni nach einer Einigung zwischen der Hamas und Abbas‘ gemäßigter Fatah gebildet worden.

Es war die größte Friedensdemonstration seit dem israelischen Angriff gegen den palästinensischen Gazastreifen am 8. Juli. Dabei wurden auf palästinensischer Seite mindestens 1.980 Menschen getötet, auf israelischer 67.

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