Karstadt - Benko will nicht als „Retter“ gelten

Wien/Essen (APA) - Schon im Mai hat der nunmehr ehemalige Eigentümer der deutschen Handelskette Karstadt, Nicolas Berggruen, versucht, das a...

Wien/Essen (APA) - Schon im Mai hat der nunmehr ehemalige Eigentümer der deutschen Handelskette Karstadt, Nicolas Berggruen, versucht, das angeschlagene sanierungsbedürftige Unternehmen nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ ganz an den Tiroler Immo-Investor Rene Benko abzutreten, der dort bereits mitengagiert war. Nun wolle Benko umgehend mit der Sanierung samt Einschnitten beginnen, so das Blatt.

Dies soll binnen lediglich zwölf Monaten gelingen. Alle Bereiche könnten getroffen werden, Benko setzte beim Sanieren der Kette mit 83 Kaufhäusern in ganz Deutschland, von denen laut Medienberichten 20 bis 30 mittelfristig geschlossen werden könnten, weiterhin auf den bisherige Aufsichtsratschef Stephan Fanderl, berichtet die „Bild“ mit Verweis auf Insider.

Fanderl solle das Management führen. Es werde zu einem Stellenabbau und Standortschließungen kommen, unberührt dürften und die wirtschaftlich besser laufende Spezialhäuser für Sport und Luxus bleiben. Benko sei auch bereit weiterzuinvestieren, schreibt die Zeitung - als „Karstadt-Retter“ wolle der Tiroler aber nicht gelten.

Das rauschen im deutschen Blätterwald wegen Benkos Karstadt-Einstieg war immens. In einem Benko-Porträt („Kopf der Woche“) in der „Welt am Sonntag“ von heute, wird etwa auch darauf hingewiesen, dass Skeptiker immer wieder auf eine mangelnde Transparenz in Benkos Firmenreich hinweisen würden. Etwa sei vor Jahren Benkos Plan gescheitert Karstadt mit der weiteren deutschen Kette Kaufhof zu einer „Deutschen Warenhaus AG“ zu verschmelzen „an der wackeligen Finanzierung“ gescheitert, so die Zeitung.

~ WEB http://www.signa.at

http://www.karstadt.de ~ APA047 2014-08-17/09:51


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