Glücksgefühle ohne Podest beim Race Around Austria

Zwei Tage, 19 Stunden und sechs Minuten brauchte das prominent besetzte Red-Bull-Team für das Race Around Austria und verpasste nur knapp das Stockerl.

St. Georgen – „Das war das Geilste, was wir je gemacht haben“ – das Quartett Benjamin Karl, Andreas Goldberger, Axel Naglich und Christoph Sumann war sich bei der Siegerehrung des Race Around Austria (RAA) einig, dass die 2200 km rund um Österreichs Grenzen wohl mitunter das beste Erlebnis waren, das sie je miterleben durften.

Rein sportlich gesehen verpassten die vier Sportgrößen als Vierter dennoch das Stockerl denkbar knapp. In der Endabrechnung der Vierer-Teams fehlten nur vier Minuten auf Rang drei. „Wir haben uns im Duell mit dem Team aus Schärding nichts geschenkt, deshalb freuen wir uns auch über diesen vierten Platz“, hielt sich die Enttäuschung der Athleten in Grenzen. Vielmehr überwog die Freude über das Geschaffte. „Am liebsten würde ich die Runde gleich noch einmal fahren, diesmal in die andere Richtung. Aber vorher müssen wir den Bus auslüften“, strahlte Sumann über beide Ohren. Axel Naglich hatte anderes im Sinn: „Ich freue mich nach drei Tagen Flüssignahrung und Brei auf ein Schnitzel.“

Als „Abenteuer pur“ beschrieb Andreas Goldberger das härteste Radrennen Europas. „In diesen drei Tagen habe ich wieder sehr viel fürs Leben gelernt. Und ich kenne jetzt den Wasserstand in ganz Österreich und traue mich sagen, dass Dürre und Trockenheit heuer kein Problem sein sollten.“ Für Initiator Benjamin Karl war es auch beim dritten Mal wieder ein „super Erlebnis“. Trotz des Dauerregens. „Bei Schönwetter bin ich das RAA ja schon einmal gefahren.“

Der Sieg bei den Vierer-Teams ging an „Ride All Adventures“ aus Niederösterreich, das den Strecken-Rekord auf zwei Tage, 17 Stunden und 43 Minuten drückte und mit 15 Minuten Vorsprung ins Ziel kam. (TT)


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