„Italien wird die Hypo noch Jahre beschäftigen“

Die Hypo Tirol musste seit 2011 ihr Italien-Geschäft um weitere 60 Mio. Euro wertberichtigen. Hypo-Vorstand: Nachwehen dauern noch Jahre.

Von Max Strozzi

Innsbruck –Die Aufarbeitung des Italien-Flops der Hypo Tiro­l Bank dauert an. 2011 kam das Italien-Kreditdebakel an die Oberfläche, der Wertberichtigungsbedarf lag bei 125 Mio. Euro. Seither musste die Landesbank bis Ende 2013 ihr Italien-Geschäft um weitere knapp 60 Millionen Euro wertberichtigen, wie aus dem Geschäftsbericht 2013 hervorgeht. Insgesamt summierte sich bis Ende 2013 die Risikovorsorge der Hypo für wackelige Kredite in Italien auf 208 Millionen Euro – bei einem Volumen südlich des Brenners von knapp einer Milliarde Euro. „Das Italien-Portfolio beschäftigt uns immer noch sehr stark und wir sind intensiv dabei, das Portfolio zu managen“, sagt Hypo-Vorstand Hans-Peter Hörtnagl. Nicht das gesamte Italien-Geschäft sei schlecht, betont Hörtnagl: „Ein Teil davon ist schlechtes Obligo, und von diesem Teil sind 200 Millionen Euro wertberichtigt.“ Er gehe davon aus, dass „diese gefährdeten Engagements auch in den nächsten Jahren die Bank beschäftigen werden“. Hörtnagl: „Fünf Jahr­e müssen wir uns bestimmt noch intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen.“

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