Erdogan erwägt Einsatz von Bodentruppen in Syrien

Das türkische Parlament will über ein militärisches Eingreifen in Syrien beraten. „Wir werden dort sein, wo wir sein müssen“, verspricht Präsident Erdogan.

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.
© Reuters

Istanbul – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat bekräftigt, dass sein Land eine militärische Unterstützung für die von den USA angeführte Koalition gegen die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) erwägt. Beim Weltwirtschaftsforum in Istanbul sagte Erdogan am Sonntag, die Türkei könne bei dem Konflikt „nicht außerhalb“ stehen. „Wir werden dort sein, wo wir sein müssen“, sagte der Präsident.

Auch einen Einsatz von Bodentruppen schloss Erdogan nicht aus. Zugleich betonte er aber, dass langfristig ein militärisches Vorgehen gegen den IS nicht ausreiche, um die Jihadistenmiliz zu besiegen. Bomben könnten nur eine „provisorische Lösung“ sein, sagte Erdogan.

Regierungschef Ahmet Davutoglu sagte, dass die Regierung am Montag einen Mandatsentwurf für einen Einsatz der Streitkräfte im Irak und in Syrien ins Parlament einbringen werde. Das Parlament werde am Donnerstag über die Vorlage debattieren.

Die US-Luftwaffe fliegt seit Anfang August Angriffe auf Stellungen der IS-Miliz im Irak, seit dieser Woche außerdem in Syrien. Unterstützt wird sie dabei von Jordanien, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Washington kann dabei auch auf eine immer breitere Unterstützung von europäischen Partnern zählen. Nach Frankreich schlossen sich zunächst Großbritannien, Dänemark, Belgien und die Niederlande an. (APA/AFP)

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