Proteste gegen schiitische Houthi-Rebellen in Sanaa

Sanaa (APA/AFP) - Erstmals seit der Einnahme Sanaas durch schiitische Houthi-Rebellen haben hunderte Menschen in der jemenitischen Hauptstad...

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Sanaa (APA/AFP) - Erstmals seit der Einnahme Sanaas durch schiitische Houthi-Rebellen haben hunderte Menschen in der jemenitischen Hauptstadt gegen die neuen Machthaber demonstriert. Die Demonstranten riefen während ihres Marsches „Wir wollen keine Houthis mehr“ und forderten den Abzug aller bewaffneten Milizen aus der Stadt und die Rückkehr von Sicherheitskräften.

Außerdem verlangten sie die Umsetzung eines von den Vereinten Nationen vermittelten Friedensabkommens sowie eines dazugehörigen Sicherheitsprotokolls. Houthi-Rebellen weiteten in der vergangenen Woche ihre Kontrolle praktisch auf das gesamte Gebiet der Hauptstadt aus. Zuvor hatten sie sich tagelang heftige Gefechte mit regierungstreuen sunnitischen Kämpfern geliefert, die von der Armee unterstützt wurden. Dabei gab es dutzende Tote. Nach der Einnahme mehrerer Regierungs- und Armeegebäude in Sanaa unterzeichneten sie später im Beisein des UN-Sondergesandten Jamal Benomar eine Friedensvereinbarung mit Staatschef Abdrabuh Mansur Hadi.

In der Stadt Masjar in der Ostprovinz Marib zündete ein Selbstmordattentäter vor dem Eingang eines Krankenhauses eine Autobombe. Das Krankenhaus wird von den schiitischen Rebellen geführt. Im Kurzbotschaftendienst Twitter bekannten sich die Al-Kaida-nahe Extremistengruppe Ansar al-Sharia zu dem Anschlag. Es habe „dutzende“ Opfer gegeben. In derselben Erklärung bekannte sich die Gruppe auch zu einem Angriff auf Soldaten in der Shabwa-Provinz.


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