Europas Leitbörsen zur Eröffnung einheitlich im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben am Montagvormittag einheitlich etwas schwächer tendiert. Der Euro-Stoxx-50 stand ku...

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Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben am Montagvormittag einheitlich etwas schwächer tendiert. Der Euro-Stoxx-50 stand kurz nach 10.00 Uhr mit minus 0,39 Prozent oder 12,55 Punkte bei 3.207,03 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,42 Prozent auf 9.450,64 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,43 Prozent auf 6.620,72 Punkte.

Marktteilnehmer verwiesen auf uneinheitliche Vorgaben von den Übersee-Märkten. Die Investoren scheinen sich weiter vor allem auf die lahmende Konjunktur in Europa und die Frage konzentrieren, wann die US-Notenbank den Leitzins wieder anziehen könnte. Zudem belasten weiterhin die Sorgen um die Entwicklungen in der Ukraine.

Von konjunktureller Seite sind zu Wochenbeginn noch keine allzu starken Impulse zu erwarten. Der Abwärtstrend bei den spanischen Verbraucherpreisen hat sich etwas abgeschwächt. Die Verbraucherpreise, gemessen am europäischen Index HVPI, seien im September um 0,3 Prozent zum Vorjahresmonat gefallen, teilte das Statistikamt INE mit. Im Vormonat waren die Preise noch um 0,5 Prozent gesunken. Volkswirte hatten die jüngste Entwicklung erwartet.

Ein Branchenvergleich zeigte Banken und Versorger unter den schwächsten Sektoren. Aber auch Titel aus dem Rohstoff-Bereich zählten zu den größeren Verlierern. So rutschten Rio Tinto in London um 1,20 Prozent ab und Anglo American gaben 1,03 Prozent nach. Unter den Bankwerten verloren Intesa SanPaolo in Mailand um gut ein Prozent.

Hingegen stiegen in Zürich UBS um 1,20 Prozent. UBS Aktionäre können sich bei der rechtlichen Neuaufstellung der Schweizer Großbank auf eine zusätzliche Dividende freuen und mit einem Gewinnsprung rechnen. Nach Abschluss des Umtauschs von UBS-Aktien in Anteile der UBS Group AG sollen die Anteilseigner mindestens 25 Rappen ausbezahlt bekommen, wie die Bank mitteilte. Das hatte die Bank auch bei der Ankündigung des Strukturumbaus im Mai in Aussicht gestellt.

Zu den größten Verlierern im Euro-Stoxx-50 zählten RWE mit einem Abschlag von gut zwei Prozent. Das drohende Aus des Verkaufs von Dea an den russischen Oligarchen Michail Fridman hat die Aktien belastet. Ein möglicher britischer Einspruch könnte die Veräußerung der Tochter des Energiekonzerns platzen lassen.

Nach dem Kurseinbruch um mehr als sechs Prozent vom Freitag konnten Allianz-Aktien zu Wochenbeginn etwas an Terrain gutmachen und legten 1,2 Prozent zu. Die schnelle Reaktion der Tochter Pimco auf den überraschenden Abgang von Starinvestor Bill Gross dürfte die Stimmung wieder etwas aufhellen, sagte ein Händler. Neuer Investmentchef der Gruppe wird der bisherige Gross-Stellvertreter Daniel Ivascyn.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA119 2014-09-29/10:15


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