Börse Frankfurt im Eröffnungshandel leichter

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX hat am Montag an seine jüngsten Verluste angeknüpft. Im frühen Handel verlor der deutsche Leitinde...

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Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX hat am Montag an seine jüngsten Verluste angeknüpft. Im frühen Handel verlor der deutsche Leitindex leicht um 0,21 Prozent auf 9.471,07 Punkte. Bereits in der Vorwoche war er um über drei Prozent unter die viel beachtete 200-Tage-Linie abgerutscht. Der MDAX trat mit minus 0,03 Prozent bei 15.942,77 Punkten auf der Stelle, während der TecDAX 0,43 Prozent auf 1.245,22 Punkte zulegte.

Auch in der neuen Woche fürchten Experten, dass die Pessimisten die Oberhand behalten. Die Anleger dürften sich weiter vor allem auf die lahmende Konjunktur in Europa und die Frage konzentrieren, wann die US-Notenbank den Leitzins wieder anziehen könnte. Obendrein bleibt die Sorge um eine Eskalation des Ukraine-Konflikts.

Die EZB wird am Donnerstag ihre aktuellen geldpolitischen Entscheidungen erläutern und Details zum Kaufprogramm für Kreditverbriefungen bekannt geben. Am Freitag - Feiertag in Deutschland - folgt der US-Arbeitsmarktbericht an, der auf Anzeichen einer ersten Leitzinserhöhung in den USA abgeklopft werden wird.

Trotz zahlreicher negativer Analystenreaktionen gelang den Papieren der Allianz eine Erholung von ihrem Kurseinbruch vom Freitag. Nach über sechs Prozent Verlust stand in den Versicherungstiteln nun ein Plus von 1,5 Prozent zu Buche. Die schnelle Reaktion der Tochter Pimco auf den überraschenden Abgang von Starinvestor Bill Gross helle die Stimmung wieder etwas auf, sagte ein Händler. Neuer Investmentchef der Gruppe wird der bisherige Gross-Stellvertreter Daniel Ivascyn. Der wegen seiner jahrelangen Erfolge an den Anleihemärkten als „Bondkönig“ bekannte Gross geht zum Vermögensverwalter Janus Capital.

Um über zwei Prozent nach unten ging es dagegen für RWE. Grund ist das drohende Aus des Verkaufs der Tochter Dea an den russischen Oligarchen Michail Fridman. Ein möglicher britischer Einspruch könnte die Veräußerung der platzen lassen. Unklar ist, ob das britische Energieministerium eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, einen sogenannten Letter of Comfort, ausstellt. Dea fördert unter anderem vor der britischen Nordseeküste Gas und ist an der Erschließung mehrerer neuer Felder beteiligt. Die britischen Behörden könnten einem von Fridman geführten Unternehmen die Lizenz entziehen.

Im SDax brachen Papiere von SGL Carbon um fast sieben Prozent ein auf 17,28 Euro. Der angeschlagene Kohlefaserspezialist will damit sein Finanzpolster aufbessern. Für je 25 alte Aktien sollen Aktionäre sieben neue Papiere erwerben können, die SGL zum Preis von 13,25 Euro ausgeben will. Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank hält die Situation jedoch weiter für schwierig und rechnet mit zusätzlichen Belastungen durch die laufende Restrukturierung. Er bleibt bei seiner Verkaufsempfehlung.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA133 2014-09-29/10:26


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