Drei gute Übungen waren eine zu wenig

Von Sabine Hochschwarzer...

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Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck – Die Enttäuschung nach der WM der Rhythmischen Gymnastik in Izmir (TUR) sitzt tief. Obwohl Nationaltrainerin Lucia Egermann lobte: „Auch wenn es sich ganz knapp nicht für das Finale ausgegangen ist, eines ist jetzt klar: Nici gehört nun zu den Größen ihres Sports!“ Und der Weltverband FIG hatte in höchsten Tönen getwittert: „Nicol Ruprecht in totaler Harmonie mit ihrem klassischen Programm. Mit dramatischen Stopps stark choreografiert!“

Viel Trost also für die 21-Jährige, der lediglich 0,024 Punkte auf die besten 24 gefehlt hatten. „Natürlich bin ich enttäuscht“, resümierte Ruprecht in Anspielung auf ihre verpatzte Bandübung, bei der ihr ein Knoten Zählbares gekostet hatte. Stolz gab sich die in Wien lebende Wörglerin schließlich doch noch ein bisschen. Immerhin dreimal hätte sie doch ganz gut geturnt.

Nachsatz aus dem Verband: Österreich hätte bei der Jury-Auslosung Pech gehabt. „Unsere österreichische Kampfrichterin kam bis jetzt an keinem einzigen Tag zum Einsatz. Das ist ungewöhnlich“, ließ Generalsekretär Labner wissen.

Noch größer war die Enttäuschung in der Nationalgruppe, die um 0,65 Punkte und damit deutlich an der ersten Olympia-Qualifikationshürde gescheitert war. Dabei waren die Vorzeichen des Quintetts mit den Tirolerinnen Anna Ruprecht und Anna Sprinzl schon wenig günstig gewesen. Aus der Stammformation blieben nur noch drei übrig.

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Während die Gruppe vor dem Neubeginn steht, wartet auf Nici schon im November mit dem Grand Prix in Innsbruck der nächste Höhepunkt – eigentlich der übernächste, denn am Donnerstag wird erst mal ihr 22. Geburtstag gefeiert.


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