Vermieten wird eingeschränkt

Das Einheimischen-Siedlungsgebiet Sonngrub in Kitzbühel wächst weiter. Für die neuen Käufer gibt es noch striktere Verträge, vor allem was die Vermietung betrifft.

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Von Harald Angerer

Kitzbühel –Es wächst und wächst – das Einheimischen-Siedlungsgebiet in Kitzbühel Sonngrub. In seiner jüngsten Sitzung hat der Kitzbüheler Gemeinderat nun weiter­e zehn Einheiten vergeben. Sieben Einzelgrundstücke und ein Reihenhaus mit drei Einheiten können nun also von Kitzbühelern bebaut werden. Im Abschnitt West sind jetzt noch weitere neun Grundstücke frei. Um ein solches Grundstück kaufen zu können, hat die Stadt bereits im Jahr 2008 strenge Richtlinie­n festgelegt, diese werden mit den neuen Kaufverträgen weiter verschärft.

Vor allem die Vermietung so mancher Wohnung und sogar ganzer Häuser ist den Kitzbühelern ein Dorn im Auge. Bisher war es möglich, eine Einliegerwohnung zu vermieten, doch vorher musste der Besitzer bei der Stadt anfragen. Diese Vorgangsweise bleibt gleich, doch gelten nun für den Mieter auch dieselben Einheimischen-Richtlinien wie für den Käufer. Damit solle­n nur noch Kitzbüheler die Wohnungen mieten können. Zudem wurde die Kurzzeitvermietung, zum Beispiel an Feriengäste, gänzlich unter­sagt. Hier habe es vor allem Beschwerden von Seite­n des Tourismusverbande­s gegeben, heißt es bei der Gemeinde­ratssitzung.

Die Strafen für Verstöße sind ordentlich angezogen worden. So wurde eine Konventionalstrafe in der Höhe von 15 Euro pro Quadratmeter beschlossen, mindestens aber 2000 Euro pro Monat. Auf die schon errichteten Häuser wirken sich diese Änderungen nicht aus. Aber erst vor Kurzem wurden zwei Anfragen von Hausbesitzern, welche die Wohnungen an Feriengäste vermieten wollten, vom Stadtrat abgelehnt. Bisher geb­e es zwei Hausbesitze­r, die vermieten dürfen, heißt es aus dem Stadtamt.

Im Jahr 2008 hat die Stadt Kitzbühel im Süden der Stadt zehn Hektar Grund gekauft und unter strengen Auflagen können Einheimische Grundstücke um derzeit 230 Euro pro Quadratmeter erwerben. Inzwischen wurden 38 Grundstücke verkauft, darauf wurden 20 Reihenhäuser und 18 Wohnungen errichtet. Auch mit der Erweiterung West ist die Fläch­e noch nicht vollständig erschlossen. Weitere fünf bis sechs Grundstücke sind noch im Bereich Süd möglich. In der aktuelle­n Neuauflage des Raumordnungskonzeptes ist eine zusätzliche Erweiterung vorgesehen, hier hätten noch einmal bis zu zehn Einheiten Platz.


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