Das Doppelherz schlägt wieder höher

Lexus wagt mehr Design und setzt einmal mehr auf die Errungenschaften des hauseigenen Hybridsystems: Der NX 300h, ein kompaktes Sports Utility Vehicle, ist ab 39.990 Euro im Handel.

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Wahlweise lässt sich der 4,63 Meter lange Lexus NX 300h mit Front- oder Allradantrieb (E-Four) kombinieren.
© Hersteller

Von Markus Höscheler

Wien –Die Anläufe von Lexus, den hiesigen Markt zu durchdringen, sind mannigfaltig. Die qualitätsbewusste Tochtermarke von Toyota versuchte unter anderem, mit dem großen RX und dem kompakten CT 200h neue Käufer zu generieren. Allzu groß war die Zahl der Abnehmer nicht, aber immerhin einen Achtungserfolg hat Lexus in den vergangenen Jahren dank nicht enden wollender Geduld erzielen können: Das japanische Premium-Label ist weitgehend bekannt – und viele setzen Lexus mit Hybridtechnik gleich. Der Großteil des Sortiments besteht aus Modellreihen, die es verstehen, einen Benzinmotor funktionstüchtig mit zumindest einem Elektro­motor zu verknüpfen.

Diese Meisterschaft wohnt erwartungsgemäß dem neuen NX 300h inne. Er bestellt ein Feld, das Lexus bisher nicht im Auge hatte, denn bei kompakten Sports Utility Vehicles war die Toyota-Submarke bis dato nicht vertreten. SUV-Gelüste konnte nur der größere RX befriedigen. Der 4,63 Meter lang­e NX füllt nun eine Lücke aus und verschafft Lexus zusätzlich einen kräftigen Design-Schub. Der Doppel­trapez-Kühlergrill mit markanten Streben, dicker Chromumrandung und dreidimensionaler Ausprägung deutet ein hohes Maß an Selbstbewusstsein an, scharfkantig sind die dreiecksförmigen Scheinwerfer an den Flanken ausgefallen. Dazwischen gibt es jede Menge Sicken, Platz für Tagfahrlicht und Wölbungen. Deutlich hervortretende Radhäuser, hinten ansteigende Seitenschweller und eine abfallende Dachlinie verleihen dem NX 300h fast schon ein Übermaß an Eigenständigkeit und so etwas wie Angriffslust.

Diese findet ihre Unterstützung in der Kernkompetenz Hybridsystem. Der NX 300h leiht sich die Technik aus dem IS 300h und dem GS 300h, wo bereits ein 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner und ein Elektromotor im Gespann arbeiten. Zusammen leisten die Antriebe 197 PS. Der Normverbrauch liegt bei 5,0 Litern je 100 Kilometer, sofern der NX 300h als Fronttriebler agiert. Bestellbar ist das Modell allerdings auch als Allradler, dann geziemt es sich, 0,2 Liter zu addieren. Kein­e Wahl hat der Kunde beim Getriebe, er muss sich mit einer stufenlosen CVT-Automatik begnügen. Immerhin kann der Lenker eingreifen, wenn es um bestimmte Fahrmodi geht. Einen entsprechenden Ladezustand des Nickelmetallhydrid-Akkus vorausgesetzt, lässt sich der NX für kurze Zeit rein elektrisch bewegen. Auch Sporteinstellungen sind verfügbar.

Was den NX noch interessanter macht, ist sein Interieur, das in der Lexus-Welt einige Neuerungen mit sich bringt, teils serienmäßig, teils in höheren Ausstattungslinien zu finden, teils aufpreispflichtig. Zu den Spezialitäten zählen eine 360-Grad-Kamer­a, die die unmittelbare Umgebung des NX in Vogelperspek­tive zeigt und damit das Rangieren erleichtert, eine neue Touchpad-Bedienung auf der Mittelkonsol­e, ein Head-up-Display im 6,2-Zoll-Format, das adaptive Fahrwerkssystem AVS mit Wank­ausgleich und die adaptive Geschwindigkeitsregel­anlage ACC.

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Mehrere Ausstattungs­niveaus lassen sich mit dem NX vereinen, die Basis mit Frontantrieb ist ab 39.990 Eur­o käuflich zu erwerben. Dafür gibt es LED-Scheinwerfe­r, Zweizonen-Klimaautomatik, 17-Zoll-Alu­felgen und ein Leder­lenkrad. Darüber findet sich Business (das Mindest­e für die Allradoption) mit 7-Zoll-Display, Rückfahr­kamera und Dachreling. Weiter­e Ebenen stellen Limited, F Sport und Executive dar.


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