Wiederholung des Messe-Spagats

Auf dem Pariser Autosalon zeigen die Hersteller viel Konventionelles, darunter mischt sich Exquisites.

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Peugeot zeigt Futuristisches mit dem Crossover Quartz, Toyota enthüllt ein Kompakt-SUV namens C-HR und Mitsubishi zeigt ein neues Outlander-Outfit.Fotos: Auto–Medienportal.net, Auto-Reporter.net, Hersteller
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Paris –Markttaugliches und Zukunftsmarkttaugliches sind auf dem Autosalon in Paris anzutreffen, der offiziel­l heute, am 4. Oktober, beginnt. Die Her- und Aussteller verzichten zwar auf einen übers Ziel hinausschießenden Elektrohype, bemühen sich aber, alternativen Konzepten (insbesondere mit Hybridantrieb) den Weg zu ebnen, wenngleich den Schwerpunkt Fahrzeuge mit konventionellen Verbrennungsmotoren und mit erwartbaren Karosserie­formen setzen.

Für Neuerungen im Segment der Kleinstwagen bürgt der neue Smart Fortwo, flankiert vom längeren und geräumigeren Forfour.

Bei den Kleinwagen stoßen wir beispielsweise auf die fünfte Generation des Opel Corsa (Drei- und Fünftürer), auf die dritte Ausführung des Skoda Fabia (inklusive Comb­i) und den überarbeiteten Kia Rio. Besonders in Szene setzt sich der i20-Nachfolger, den Hyundai nicht nur als Fünf-, sondern auch als Dreitürer im kommenden Jahr auf den Markt bringen will.

Im Segment der Kompaktwagen finden wir die überarbeitete B-Klasse von Mercedes, die auf Offroad-Optik getrimmten Allradler VW Golf Alltrack und Seat Leon X-Perience sowie den Nissan Pulsar. Ganz auf Sport versteht sich Peugeot beim 308 GT. Honda konzentriert sich auf ein umfassendes Civic-Programm: Modifikation des Fünftürers und des Kombis, neue Sport-Version und neuer Type R.

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Der neue Passat, immerhin schon in achter Generation gebaut, verleiht der angeschlagenen Mittelklass­e neuen Glanz, und zwar in Form der Limousine und des Variant (siehe auch Seite 2) Da trifft es sich, dass Jaguar sich in diesem Segment eindrucksvoll zurückmeldet und dem hinterradangetriebenen XE Rampenlicht beschert. In überarbeiteter Form lässt der Peugeot 508 die Hüllen falle­n.

Auffällig zurückhaltend bewegt sich die Anbieterschar in der Oberklasse: Die 5er-Reihe von BMW erhält einen neuen Basisdiesel mit optimierten Leistungs- und Verbrauchsdaten. In diesen Bereich fallen zudem die moderate Überarbeitung des Mercedes CLS und des Audi A6.

Immerhin gibt es in der Luxusklasse neues Funkeln, wenngleich es sich hauptsächlich um Derivate schon bekannter Modelle handelt. Dazu zählen der S 500 Plug-in-Hybrid von Mercedes und die Speed-Variante des Bentle­y Mulsanne.

Sehr aktiv ist das SUV-Genr­e, und zwar über alle Größen verteilt: Den 500X von Fiat, baugleich mit dem kurz vor dem Marktstart stehenden Jeep Renegade, haben wir schon lange erwartet. Ohne direkten Vorgänger ist der serienreife NX von Lexus (siehe Seite 8) – im Gegensatz zum neuen Vitara, den Suzuk­i präsentiert. Kia brachte die dritte Sorento-Generation in die französische Hauptstadt, Land Rover stellt den gänzlich neuen Discovery Sport vor, der an die Stelle des Freelander 2 den Markt beackern wird. Noch wuchtiger ist das, was BMW bewirbt: der X6 der zweiten Generation, ein SUV-Coupé mit offensichtlicher X5-Verwandtschaft. Porsche belässt es bei der Adaptierung des erfolgreichen Cayenne. Toyota zeigt ein kompaktes Concept Car namens C-HR.

Im Van-Bereich stößt die Besucherschaft auf die nächste Espace-Generation von Renault, Ford verzaubert mit facegeliftetem C-Max und zweiter S-Max-Generation. Honda punktet mit dem Jazz-Nachfolger. Neu ist außerdem der HR-V von Honda. Und Dacia verweist auf Stepway-Modelle des Dokker und des Lodgy.

Alles andere als dezent gibt sich die Domäne der Sportwagen und Cabrios. Noch die Massen dürfte die vierte MX-5-Generation von Mazda ansprechen, darüber rangiert die nächste TT-Roadster-Generation von Audi. Dem 1er Coupé lässt BMW das 2er Coupé nachfolgen, Mercedes kann gewaltig mit dem AMG GT punkten. Eindruck schindet der Asterion von Lamborghini, ein Plug-in-Hybrid-Entwurf. Ferrari hat den 458 Speciale verstärkt. (hösch)


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