Wirtschaftskammer eröffnet Neubau, Ringen um 5. Stock

12,4 Millionen Euro flossen in den Neubau der Wirtschaftskammer in Innsbrucks Innenstadt. Bodenseer will weiter eine „Skylounge“ draufsetzen.

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Innsbruck –Die Wirtschaftskammer Tirol eröffnet heute nach rund zwei Jahren Bauzeit ihren Neubau in der Innsbrucker Innenstadt. 12,4 Mio. Euro hat der Um- und Neubau zwischen Wilhelm-Greil-Straße und Meinhardstraße gekostet. Damit wurde das vereinbarte Budget eingehalten. Allerdings hat die Wirtschaftskammer den geplanten 5. Stock nach Streitigkeiten mit der Stadt Innsbruck weglassen müssen. Dessen Bau – sollte ihn die Stadt doch noch erlauben – würde zusätzlich rund 600.000 Euro kosten, schätzt Architekt Hanno Vogl-Fernheim.

Die Kammer hatte nachträglich einen penthouse­artigen Aufbau eingereicht. Damit hätte sie den Bebauungsplan gesprengt. Die Stadt wollte den obersten Stock nur erlauben, wenn die Kammer im Gegenzug die neue Passage durch ihr Areal für die Bürger öffnet – auch außerhalb der Öffnungszeiten. Dagegen wehrt sich die Wirtschaftskammer allerdings massiv, denn für die Kammerspitze käme eine solche Lösung einer „Enteignung“ gleich, hieß es am Montag. Bodenseer hofft dennoch, dass er das Haus noch um eine Veranstaltungsebene aufstocken kann. „Ich hoffe, dass das ‚Go‘ kommt und wir die Skylounge machen dürfen. Statisch wäre diese vorgesehen.“

Neu hinzugekommen sind am umgebauten Standort ein Stadtbüro des Wifi und eine öffentliche Tiefgarage mit 50 Plätzen. Die Bezirksstelle Innsbruck-Stadt und -Land bekam eine neue Geschäftsstelle. Die Gesamtfläche blieb mit 12.000 m² gleich, da ein altes Gebäude verkauft wurde. Im Erdgeschoß wurde ein zentrales Servicecenter eingerichtet, Seminarräume werden noch ergänzt. Das Gebäude in der Meinhardstraße blieb gleich, nur einige Abteilungen zogen innerhalb des Hauses um.

Die Neubau-Fassade aus Alublech, die viele Bürger kontrovers diskutieren, soll noch ein wenig angepasst werden: Derzeit wird mit der Stadt darum gerungen, dort eine Videowall zu installieren. Die ursprüngliche Idee, die Fassade mit LED-Leuchten auszustatten und sie so in eine Public-Viewing-Wand zu verwandeln, wurde laut Vogl-Fernheim verworfen. Die Fassade stammt von Valenta, insgesamt waren 60 heimische Betriebe am Neubau beteiligt. (wer)


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