Leitbörsen in Fernost schließen mehrheitlich im Minus

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mehrheitlich im Minus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 0,50 Proze...

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Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mehrheitlich im Minus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 0,50 Prozent auf 16.310,64 Punkte. Der Shanghai Composite gewann 9,99 Punkte oder 0,43 Prozent auf 2.357,71 Punkte ab. Der Hang Seng Index in Hongkong rutschte hingegen um 1,90 Prozent auf 23.229,21 Einheiten ab.

Auch die Märkte in Singapur und Sydney schlossen mit negativen Vorzeichen. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.289,72 Zählern mit einem Minus von 2,49 Punkten oder 0,08 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gab 47,0 Zähler oder 0,88 Prozent auf 5.269,60 Einheiten nach.

Heftige Unruhen in Hongkong haben den asiatischen Aktienmärkten am Montag mehrheitlich Verluste eingebrockt. Der Hang Seng in Hongkong sank zuletzt um 1,9 Prozent und damit so stark, wie seit fast drei Wochen nicht mehr. Gleichzeitig fiel der Index unter das Kursniveau vom Jahresende 2013.

Die Demonstranten in Hongkong haben am Montag ihre Blockade des Finanzbezirks fortgesetzt. Sie fordern mehr Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungsregion. Über Nacht war die Polizei teilweise gewaltsam mit Tränengas, Schlagstöcken und Pfefferspray gegen Demonstranten vorgegangen, ohne die Massen auflösen zu können. Unter den Einzelwerten gaben die schwergewichteten Titel von HSBC um 1,3 Prozent nach. Aktien des Juwelenhändlers Luk Fook Holdings sackten um 4,6 Prozent ab.

In Japan profitierte der Nikkei-225-Index von günstigen Währungseffekten. Der schwache Yen beflügelte dabei vor allem die Papiere exportorientierter Unternehmen. So gewannen Toyota 0,5 Prozent, Honda 0,7 Prozent und Canon 0,8 Prozent. Aktien des Flugzeugturbinen-Herstellers IHI Corp. legten um 2,5 Prozent zu, nachdem die Bank of Japan angekündigt hatte, die heimische Flugzeugindustrie mit 100 Milliarden Yen zu stützen.

Softbank gaben hingegen um 1,18 Prozent nach. Der Konzern will mehreren Medien zufolge DreamWorks Animation für bis zu 3,4 Milliarden Dollar kaufen. Das US-Unternehmen ist für Trickfilm-Erfolge wie „Shrek“ und „Madagascar“ bekannt. Ein Softbank-Sprecher nahm am Sonntag zu den Berichten nicht Stellung.

Börsianer in China verwiesen auf die optimistische Einschätzungen der Anleger hinsichtlich staatlicher Reformschritte. Die Mehrzahl der Marktteilnehmer gehe davon aus, dass die Regierung es schaffen werde, eine Abschwächung der chinesischen Wirtschaft zu verhindern, hieß es.


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