Revitalisierungs-Kur soll Kreithlift auf die Beine helfen

Der Leutascher Unternehmer Robert Krismer hat die gesamte Liftanlage samt Infrastruktur gekauft. Er will den Betrieb nun umkrempeln.

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Von Denise Daum

Leutasch –Der Kreithlift in Leutasch mit Dreiersessellift, zwei Schleppliften sowie die Kreithalm und die Katzen­kopfhütte haben den Besitzer gewechselt. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Neobesitzer Robert Krismer und seine Frau Valeria Vulcano aus Leutasch sprechen von einem „moralischen Projekt“, das sie mit dem Kauf in Angriff genommen haben. „Wir wissen, dass wir damit keinen großen Gewinn machen“, erklärt Krismer. Aber das überschaubare Skigebiet sei sowohl für den Tourismus als auch die Einheimischen von großer Bedeutung.

Den aktuellen Zustand der Anlage beschreibt Krismer als „gebraucht. Wir sind jetzt am Flicken.“ Derzeit würden die Liftanlagen sowie die Kreith­alm saniert, die in Zukunft Aparthotel Hochmoos heißen und Mitte Dezember öffnen soll. Außerdem planen die neuen Besitzer, bei der Talstation einen Eislaufplatz anzulegen. Neu ist auch, dass die Kreithlifte bereits in der Saison 2014/15 sowohl dem Kartenverbund des Freizeit­ticket Tirol als auch der Tirol Snowcard beitreten. „Wir werden auch eine Saisonkart­e für Einheimisch­e anbieten. Es ist uns wichtig, die Leute vor Ort zu bedienen“, betont Krisme­r.

Auch für den Sommer sind einige Neuerungen geplant. So soll an der Katzenkopfhütt­e, die in Hochmoos Alm umbenannt wird, ein Streichel­zoo mitsamt Spielplatz eröffnet und die Sommerrodelbahn wieder aktiviert werden.

Wie hoch die Gesamt­investition sein wird, kann Krismer noch nicht genau beziffern. „Zunächst geht es jetzt darum, den Betrieb für den Winter zu sichern. Über die Jahre werden sich die Investitionen sicher auf eine Million Euro belaufen“, rechne­t der Unternehmer.

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Der Vorbesitzer Luigi Marcati erklärt auf Nachfrage der Tiroler Tageszeitung, dass er sich zum Verkauf entschieden habe, da „ich mit dem Bürgermeister nur noch Schwierigkeiten hatte“. „Das ist vielleicht seine Sicht der Dinge“, entgegnet BM Thomas Mössmer. Die Fronten scheinen verhärtet. Die Gemeinde betrachte den Kauf durch die Unternehmerfamilie Krismer in jedem Fall „äußerst positiv. Wir sind froh, dass ein Einheimischer bereit ist, den Betrieb zu modernisieren und aufrechtzuerhalten“, betont Mössmer. Deshalb habe man Krismer auch mit 150.000 Eur­o unterstützt.


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