Gaskrise - EU-Kommission: Unterschiedliche Verträge mit Gazprom

Moskau/Brüssel (APA) - Die Probleme einiger östlicher EU-Länder bei Gasrücklieferungen an die Ukraine („reverse flow“) liegen laut Europäisc...

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Moskau/Brüssel (APA) - Die Probleme einiger östlicher EU-Länder bei Gasrücklieferungen an die Ukraine („reverse flow“) liegen laut Europäischer Kommission in den unterschiedlichen Verträgen mit dem russischen Energiekonzern Gazprom. Zuletzt hatten die Gasrückflüsse aus Polen und Ungarn nach Kiew problemlos funktioniert, aber die Slowakei hatte Schwierigkeiten.

Eine Kommissionssprecherin erklärte am Montag dazu, dass es zwei Arten von Verträgen gebe. Die eine Möglichkeit sei ein fixer Vertrag mit festgelegten Preisen für eine festgelegte Gasmenge, die andere Möglichkeit seien flexible Vereinbarungen. Dies würde ähnlich wie an einer Terminbörse funktionieren, wo ein Partner am Morgen erkläre, er wolle ein bestimmtes Gasvolumen haben, und die andere Seite erkläre sich bereit, zu liefern. Für eine solche Entscheidung brauche es aber nicht mehrere Tage, dies geschehe sehr rasch. Jedenfalls könnten Verträge auch geändert werden.

Zu den jüngsten Gesprächen Ende vergangener Woche zwischen Russland, der Ukraine und der EU-Kommission zur Lösung der Gaskrise erklärte die Sprecherin, es sei ein Dokument für einen lebensfähigen Kompromiss erarbeitet worden. Nun müssten Moskau und Kiew entscheiden, ob sie noch einige Details geändert oder angefügt haben wollten. Die nächste trilaterale Runde soll noch diese Woche stattfinden.

~ WEB http://www.gazprom.com/ ~ APA314 2014-09-29/13:26

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