Gewerkschaft - Flyniki-Kollektivvertrag wäre für Branche geeignet

Wien/Schwechat (APA) - GPA-Vize Karl Proyer sieht den Kollektivvertrag für die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki (Flyniki), der mit 1....

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Wien/Schwechat (APA) - GPA-Vize Karl Proyer sieht den Kollektivvertrag für die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki (Flyniki), der mit 1.1.2015 in Kraft tritt, für die gesamte Flugfahrtbranche geeignet. „Es ist ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die AUA ist mitten in Verhandlungen, wir werden sehen wie es weitergeht“, sagte Proyer am Montag zur APA.

Für Niki-Geschäftsführer Christian Lesjak ist ein Branchen-KV für den Airline-Bereich kein Thema: „Airlines mit äußerst unterschiedlichen Geschäftsmodellen kann man nicht unter einen Hut bringen. Dazu stehen wir sehr stark im internationalen Wettbewerb, da wäre ein Blick auf Österreich deutlich zu kurz“, sagte Lesjak im APA-Gespräch. In anderen Branchen sei der internationale Wettbewerb nicht so stark, die Betriebe am Markt wären vergleichbarer.

Der neue Niki-KV sei daher auch deutlich anders als bei der AUA: „Wir sind eine saisonal getriebene Fluglinie und das spiegelt sich in den Dienstzeitenregelung. Der AUA-KV ist für unser Geschäftsmodell viel zu steif.“ Bei Niki gäbe es im Sommer 30 bis 40 Prozent mehr Flugzeiten als im Winter.

Mit dem Niki-KV wird das fliegende Personal ganz normal eingestellt und die Leiharbeitsfirma Labour Pool gehört der Vergangenheit an. „Der KV regelt Entgelt, Arbeitszeit und alles was üblicherweise ein KV so regelt. Der KV ist durchaus für die Zukunft geeignet, falls es einmal einen Branchen-KV gibt“, so Proyer. Die AUA sei zwar eine eigene Geschichte und natürlich auch etwas ganz anderes, letztendlich bleibe ein Branchen-KV aber natürlich ein Ziel für die Gewerkschaften.

Zu den laufenden AUA-Verhandlungen wollte Proyer nichts sagen: „Heute ist ein wichtiger und schöner Tag für die Beschäftigten von Niki, denn diese sind letztendlich die Gewinner.“

~ WEB http://www.flyniki.com ~ APA388 2014-09-29/15:07


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