Franz Voves führt SPÖ als Spitzenkandidat in steirische Landtagswahl

Mit hundert Prozent Zustimmung wurde der steirische SP-Chef und Landeshauptmann Franz Voves zum Spitzenkandidaten für die anstehende steirische Landtagswahl im Hebrst 2015 gewählt.

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Der steirische Landeshauptmann, Franz Voves.
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Graz – Der steirische SPÖ-Chef und LH Franz Voves wird - mit hundert Prozent Zustimmung des Parteivorstandes - als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl im Herbst 2015 antreten. Er sei „überglücklich und gerührt“, sagte Voves in einer Pressekonferenz nach der Sitzung in Graz am Montagabend. Sein ÖVP-Kollege Hermann Schützenhöfer sei „noch nicht soweit“, er respektiere das, so Voves.

„Wir haben überhaupt keinen Grund , abzuheben“

Voves trat sichtlich bewegt vor die Presse, um sein Antreten zu verkünden. „Ich habe das auch dem Vorstand gesagt, ich hätte nie gedacht, dass meine individuellen Zielvorstellungen zurücktreten würden, wenn es darum geht, für Bevölkerung und die Partei da sein und den Kurs fortzusetzen. Das ist ein Prozess, den jeder nur mit sich selbst und mit der Partei treffen kann“, sagte Voves.

LHStv. Siegfried Schrittwieser habe vorgeschlagen, nur über den Voves-Wahlvorschlag abzustimmen. Alle anderen Wahlvorschläge an den Landesparteitag werden am 13. Oktober in Landesparteivorstand gemacht. „Wenn man so lange an der Spitze steht und es nicht immer allen recht machen kann, wenn man dann mit hundert Prozent gewählt und vorgeschlagen wird - da habe ich lange Zeit gebraucht, um mich zu fangen. Ich nehme die Bekundung in großer Demut an und habe alle Funktionäre gebeten, in großer und Verantwortung an die nächsten Wochen und Monate heranzugehen. Wir haben überhaupt keinen Grund, abzuheben“, sagte der SPÖ-Chef. Es werde weiterhin sein Animo sein, auf die Menschen zuzugehen.

Voves wünscht sich „mindestens 30 Prozent“

Motivation zum Weitermachen sei die „tolle Teamarbeit, in der SPÖ und mit der ÖVP“ gewesen. „Ich kann meine Mannschaft nicht enttäuschen“, sagte der SPÖ-Chef. Dies und der Zuspruch der vergangenen Wochen, - „die Herausforderung musst Du noch einmal annehmen“, habe er sich gesagt. Es stehe ja auch unglaublich viel geleistete Arbeit am Spiel, bei den Reformen und beim Budget müsse man am Drücker bleiben.

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Als ein erstes Wahlziel nannte Voves mindestens 30 Prozent: „Wir werden kämpfen, dass wir den Dreier vorne haben. Wenn das so ist, dann war man eh ganz stark unterwegs, das erhoffe ich mir. Als ehemaliger Sportler lege ich mir die Latte immer etwas höher. Über die persönliche Schmerzgrenze muss ich nachdenken, einige Wochen, bis Weihnachten. Aber klar, bei einem ganz katastrophalen Ergebnis, da weiß man, was zu tun ist. Wenn man deutlich abgewählt wird, aber ich hoffe, es passiert mir nicht“.

Die FPÖ im Visier

Er werde im Februar 62 Jahre alt sein, „Kollege Schützenhöfer 63, es wäre an Zeit, Jüngeren Platz zu machen, aber es ist noch einiges zu finalisieren und vorzubereiten“, sagte Voves. Die Basis sei geschaffen. Sein „Reformpartner“ Schützenhöfer dürfte seine Entscheidung demnächst verkünden. Eine gemeinsame Bekanntgabe der Entscheidung war zuletzt für möglich gehalten worden, aber: „Ich darf mir niemanden wünschen, es ist ausschließlich Sache der ÖVP, das zu entscheiden.“

Auf Journalistenfragen, ob der Wahlkampf mit seinem Partner Schützenhöfer anders aussehen würde sagte Voves schlicht: „Ja.“ Aber es gehe auch darum, ein Ergebnis wie jenes für die FPÖ bei der Nationalratswahl 2013 zu verhindern (die Freiheitlichen hatten in der Steiermark alle anderen Parteien überrundet, Anm.): „Dass ich ein Kämpfer bin, wissen Sie auch.“

Kein Engagement im Bund

Auf die Frage, ob er dann die ganze Periode gleich in welcher Funktion durchdienen werde, sagte Voves: „Ich trete nicht an, um Wählern zu sagen, wann ich gehe. Wir werden sehen, wie die Wahl ausgeht. So wie es aussieht, werden die NEOS und die Stronach-Partei antreten.“

Er sei optimistisch, dass die Regierung von der Klausur in Schladming Reformschwung mitnehme, so Voves. Und gerade die steirische Politik sollte nun wesentlich mehr Verständnis haben, „auch wenn es aus steirischer Sicht wehtut, dass die Bundesregierung Dinge tun muss, die sie tun muss“. Er selbst werde keine Bundesfunktionen mehr einnehmen: „Es braucht meine volle Konzentration auf die Steiermark, das heißt ja nicht, dass ich mich nicht zu steirischen Angelegenheiten in Wien zu Wort melde“. (APA)


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