Franz Voves 3 - Für Opposition Kandidatur wenig überraschend

Graz (APA) - „Wenig überraschend“ nannten die steirischen Oppositionsparteien das Antreten von SPÖ-LH Franz Voves als Spitzenkandidat zur La...

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Graz (APA) - „Wenig überraschend“ nannten die steirischen Oppositionsparteien das Antreten von SPÖ-LH Franz Voves als Spitzenkandidat zur Landtagswahl 2015. FPÖ-Landesparteisekretär Mario Kunasek erklärte, der Kurs der rot-schwarzen Dampfwalze werde fortgesetzt. Grünen-Landessprecher Lambert Schönleitner: Wer den Weg der vergangenen Jahre eingeschlagen habe, müsse sich auch dem Urteil der Bevölkerung stellen.

Für Kunasek ist die Entscheidung „mangels personeller Alternativen“ ohnehin auf der Hand gelegen. „Ich empfehle der Einheitspartei SPÖVP die Abhaltung eines gemeinsamen Parteitages“, so Kunasek. Die Bürger müssten wieder angehört und ihre Anliegen von der Politik ernst genommen werden.

Grünen-Landessprecher Schönleitner meinte, mit dem Antreten von Voves könne die Landtagswahl zur Volksabstimmung über den großkoalitionären rotschwarzen Kurs werden, für den Voves gemeinsam mit der ÖVP verantwortlich ist“ - mit massiven Kürzungen bei Menschen mit Behinderung und im Sozialbereich, der Aushöhlung der Wohnbeihilfe, der Streichung des Gratiskindergartenjahres, den Schulschließungen oder den Gemeindezwangsfusionen ohne Miteinbindung der Bevölkerung, so Schönleitner.

KPÖ-Spitzenkandidatin Claudia Klimt-Weithaler hatte schon vor der offiziellen Bekanntgabe Voves‘ Stellung bezogen: „Davon hängt gemäß der ‚reformpartnerschaftlichen‘ Logik auch ab, ob sich sein Stellvertreter Schützenhöfer wieder der Wahl stellt.“ Es sei angesichts der faktischen Verschmelzung von SPÖ und ÖVP unerheblich ist, wer die beiden Parteien in die Wahl führe. Eine Fortsetzung der Kahlschlag-Koalition ist bereits paktiert, wie mehrfach betont wurde. Es sei ein „Theater um Spitzenjobs bei SPÖ und ÖVP, das keine Probleme löst.“


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