Marianne Nentwich feiert 50-jähriges Bühnenjubiläum

Wien (APA) - Bei der Premiere von Nestroys „Der Zerrissene“ am Donnerstag (2. Oktober) feiert Marianne Nentwich (72) ihr 50-jähriges Bühnenj...

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Wien (APA) - Bei der Premiere von Nestroys „Der Zerrissene“ am Donnerstag (2. Oktober) feiert Marianne Nentwich (72) ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum. In der Inszenierung von Michael Gampe übernimmt die Kammerschauspielerin die Rolle der Madame Schleyer. Im Anschluss an die Vorstellung wird sie mit dem Ehrentitel Doyenne der Josefstadt ausgezeichnet. Doyen ist Otto Schenk, Ehrendoyenne Elfriede Ott.

„Der Zerrissene“ ist die 117. Josefstadt-Premiere der Schauspielerin, die seit 1964 durchgehend Mitglied des Theaters in der Josefstadt ist. Der damalige Direktor Franz Stoß hatte das „saubere, hübsche Mädel“ als Ersatz für Senta Berger engagiert, die sich lieber ihrer Filmkarriere widmete. Ihr erster Auftritt war am 7. Oktober 1964 in „Ein schöner Herbst“ von Bruno Schuppler (Regie: Edwin Zbonek). Die Rolle der Valerie Welsperg hatte sie von Senta Berger übernommen. Es folgten im Lauf der Jahre sechs weitere Direktoren: Ernst Haeusserman, Heinrich Kraus, Otto Schenk, Helmuth Lohner, Hans Gratzer und der jetzige Direktor Herbert Föttinger.

Die beliebte Schauspielerin absolvierte ihre Schauspielausbildung am Konservatorium Prayner. Neben ihrem Engagement am Theater in der Josefstadt, wo sie u.a. die Emilia Galotti an der Seite von Klaus Maria Brandauer war, verkörperte sie etwa bei den Salzburger Festspielen 1983 bis 1988 die „Guten Werke“ bei den „Jedermann“-Aufführungen.

In der DVD Edition Josefstadt (Hoanzl) ist Marianne Nentwich neben der legendären letzten Kortner-Inszenierung „Emilia Galotti“ (1970) auch als Christine in „Die Liebelei“ (1968, mit Michael Heltau als Fritz und Leopold Rudolf als Weiring), als Marie in „Der Unbestechliche“ (1974), als Erna in „Kasimir und Karoline (1979) sowie als Olga in „Drei Schwestern“ (1986) zu sehen. Neben dem „Zerrissenen“ ist sie in dieser Saison auch in den Kammerspielen der Josefstadt in Agatha Christies „Die Mausefalle“ zu sehen.


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