Familiensynode - Katholische Aktion hofft auf neue Barmherzigkeit

Wien (APA) - Im Blick auf die kommende Familiensynode im Vatikan hofft die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) auf „neue Zugänge“ und einen ...

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Wien (APA) - Im Blick auf die kommende Familiensynode im Vatikan hofft die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) auf „neue Zugänge“ und einen „Akt der Barmherzigkeit“ vor allem beim Thema wiederverheiratete Geschiedene. Die Kirche solle Menschen einen „Neuanfang“ nach dem Scheitern ihrer Ehe ermöglichen, fordert KAÖ-Präsidentin Gerda Schaffelhofer im Kathpress-Gespräch.

Sie hoffe auf einen „neuen Mut“ bei den Teilnehmern der Synode, „auf Barmherzigkeit, Glaubwürdigkeit“ und auf ein „Wort der Entschuldigung für die vielen Akte der Unbarmherzigkeit, die Menschen verletzt haben“, so Schaffelhofer. So sehr man sich über die Befragung zur Situation der Ehen und Familien im Vorfeld der Synode gefreut habe und dies als eine neue Form der Beteiligung der Laien begrüße, so sehr seien nun konkrete Zeichen und Schritte notwendig.

Die Umfrage, an der sich auch die Katholische Aktion unter Federführung des Wiener Religionssoziologen Paul Zulehner beteiligt hatte, hatte deutlich gemacht, dass auf der einen Seite Werte wie Treue und Liebe weiterhin hohe Ideale darstellten - auf der anderen Seite jedoch der kirchliche Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen bei den Betroffenen „tiefe Verwundungen“ hinterlassen habe.

Die Kirche solle künftig „auch jenen Menschen die Möglichkeit eines Neuanfangs einräumen, die sich nach dem Scheitern neu um ein Miteinander in Liebe und Treue bemühen“, betonte Schaffelhofer. „Das zu verweigern, ist umbarmherzig und steht im krassen Widerspruch zum Handeln Jesu.“ Schließlich werde „nur eine barmherzige Kirche auch eine glaubwürdige Kirche sein“.

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