TVB Ötztal plant neue Kletterhalle in Längenfeld

Dem Planungsverband Ötztal wurde die Idee einer neuen Kletterhalle präsentiert – das Naturparkhaus hat für die Gemeinden Priorität.

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Von Matthias Reichle

Längenfeld – Ein Eldorado für Kletterer, das ist das Ötztal, vor allem aber Längenfeld wo im Sommer die Staatsmeisterschaften im Bouldern ausgetragen wurden, schon lang. Davon zeugen auch klangvolle Namen wie Auer oder Bacher, die regelmäßig Schlagzeilen in der Kletterszene machen. Dass der Tourismusverband gerade im Heimatort der bekannten Sportler eine neue Kletterhalle plant, sei kein Zufall, bestätigt TVB-Geschäftsführer Oliver Schwarz. Das liege auch an der lokalen Szene.

Vergangene Woche wurde das Projekt den Bürgermeistern des Planungsverbands präsentiert. Für den Bezirk wäre es die zweite große Indoor-Klettermöglichkeit. „Es gibt ein klares Bekenntnis des Ötztal Tourismus“, so Schwarz. Eine Kletterhalle wäre sowohl für Touristen wie für Einheimische ein Gewinn. „Wir wissen, wie viele Kinder derzeit in die Bezirksstadt fahren.“

Nun geht es um eine Beteiligung des ganzen Tals. Auch in der geplanten Standortgemeinde hat der TVB die Idee schon vorgestellt, bestätigt Dorfchef Ralf Schonger: „Es ist ein interessantes Projekt.“ Das will auch der Oetzer Bürgermeister und Planungsverbandsobmann Hansjörg Falkner nicht in Abrede stellen. Für ihn war es aber noch zu wenig weit fortgeschritten – es gebe deshalb noch keine endgültige Stellungnahme. Viele Fragen seien noch offen, so Falkner. Zum Beispiel sei zu diskutieren, ob tatsächlich Längenfeld der richtige Standort sei. Außerdem müsse das Tal zunächst die Finanzierung anstehender Großinvestitionen wie des Naturparkhauses stemmen. „Wir haben das Projekt grundsätzlich nicht auf die Seite geschoben“, betont der Sölder Bürgermeister Ernst Schöpf. Für ihn ist aber klar, dass der Naturpark Priorität hat. Er kann sich vorstellen, das Projekt in ein bis zwei Jahren in die Budgetplanung einzubeziehen. Laut einem ersten Angebot lagen die Kosten bei rund 4,5 Euro. Inzwischen gibt es die Überlegungen, den Komplex multifunktionell zu nutzen – zum Beispiel mit TVB-Büro –, was die Investitionen erhöhen dürfte.

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